Forggenseeschifffahrt erzielt 2016 einen neuen Rekord bei den Fahrgästen

So viele Gäste wie noch nie

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Mit der MS Allgäu oder der MS Füssen eine Runde auf dem Forggensee zu drehen, ist bei Einheimischen und Gästen beliebt.

Füssen – Ein „unschlagbares Ergebnis“ hat im vergangenen Jahr die Städtische Forggenseeschifffahrt eingefahren, freute sich Helmut Schauer, Leiter der Schifffahrt in der jüngsten Sitzung des Werkausschusses. 

2016 erzielte die Schifffahrt nicht nur einem Jahresgewinn von rund 133.700 Euro, in ihrem 59. Betriebsjahr fuhr sie auch ein Rekordergebnis bei den Fahrgastzahlen ein, erklärte Schauer. Eine „ansehnliche Einnahmesteigerung“ konnte die Schifffahrt im Vergleich zu den Vorjahren erzielen, erklärte Schauer. Während der Planansatz Erträge von 831.000 Euro vorsah, erzielte der Eigenbetrieb tatsächlich rund 923.000 Euro. 

Dazu beigetragen hat auch das Musical „Der Schwanenprinz – lebe deinen Traum“, das auf der MS Füssen stattfand. Die Aufführungen waren alle ausverkauft, informierte Schauer. Mehr Einnahmen als gedacht ergaben sich zudem beim Kioksbetrieb. Hier wurden rund 233.000 Euro erwirtschaftet – 44.800 Euro mehr als geplant. 

Ein neuer Rekord ergab sich zudem bei den Gästen: Insgesamt beförderte die Schifffahrt 96.496 Passagiere. Und das obwohl die MS Füssen nach einer Kollision wohl mit einem Baumstamm vier Tage in der Hauptsaison ausfiel. Das bedeutete gleichzeitig Umsatzeinbusen von 4000 bis 5000 Euro pro Tag, sagte Schauer. 

Dem gegenüber stehen geringere Aufwendungen als veranschlagt (831.000 Euro). Diese betrugen tatsächlich rund 789.000 Euro. Somit ergab sich ein Jahresgewinn von rund 133.700 Euro, erklärte Schauer.

Weniger gab die Schifffahrt hauptsächlich bei den Betriebsstoffen (Treibstoffe/neuer Motor) und dem Personalaufwand aus. Durch die erhöhten Kioskumsätze stiegen allerdings auch die Aushilfslöhne der Servicekräfte gegenüber dem Vorjahr, so Schauer. Der sonstige Personalaufwand verringerte sich im Vergleich zu 2015 aber um rund 33.000 Euro.

Die gesetzlich vorgeschrieben Rückstellungen für Überstunden und Urlaub der Mitarbeiter musste die Schifffahrt laut Schauer mit rund 69.000 Euro verbuchen. Einsparungen von rund 4600 Euro erzielte die Schifffahrt auch bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Durch das Jahresergebnis ergab sich in der Bilanz eine Rücklage von rund 229.000 Euro.

Reparaturen kommen

„Aus Sicht der Stadt Füssen ist das eine feine Sache, dass man einen Betrieb hat, der schwarze Zahlen schreibt und voraussichtlich auch die nächsten Zahlen schreiben wird“, sagte Schauer. Dem hatten die Räte nichts hinzuzufügen. Sie empfahlen dem Stadtrat einstimmig nach der örtlichen Rechnungsprüfung und Aufklärung etwaiger Unstimmigkeiten die Entlastung über den Jahresabschluss 2016 für die Städtische Forggensee-Schifffahrt zu beschließen.

Sie stimmten außerdem der Behandlung des Gewinns zu. Dieser soll für Investitionen zur Seite gelegt werden, die auf die Schifffahrt zukommen könnten. Denn „die Schiffe haben ein gewisses Alter“, sagte Bürgermeister Paul Iacob. „Möglicherweise kommen Reparaturen auf uns zu.“

Katharina Knoll

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