Premiere ist am Freitag, 7. Juni

Kulturschatz auf der Füssener "Hopfenseebühne"

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Ein unterhaltsames Stück erwartet die Zuschauer im "Haus Hopfensee".

Hopfen am See - Ein Klassiker aus dem Kulturschatz an Volkstheaterstücken feiert am Freitag, 7. Juni, 20 Uhr, auf Uli Pickls Hopfenseebühne in einer eigenen Neuinszenierung Premiere: "Der verkaufte Großvater". 

Die Spielerschar der schon vor über 20 Jahren gegründeten privaten Wirtshausbühne im "Haus Hopfensee" hat dem lustig-hintergründigen Dreiakter in abschließenden Proben jetzt noch den Feinschliff gegeben und fiebert der ersten von dann insgesamt 14 Aufführungen entgegen. 

Überraschung beim Probenbesuch unserer Zeitung: die Hauptrolle spielt Gottfried Schmid-Lindner. Theaterchef Pickl unterstreicht, dass der vollbärtige Charakterkopf aus Roßhaupten "unsere Idealbesetzung ist". Den ungewöhnlichen, im Stück beschriebenen Handel - seit wann sind Großväter zu verkaufen? -  zwischen den beiden Bauern stellen Andreas Mayr als Kreithofer und Pickl als Haslinger in einer urkomischen Szene mit D-Markscheinen nach. 

Das Stück über die menschliche Gier nach Besitztümern allerdings eröffnet Manuela Guggemos als Magd Zenz, indem sie ihrem Chef Kreitmeir den Satz "Ich kündige!" um die Ohren haut. Die beim großen Stammpublikum beliebte Darstellerin, von Anfang an in der Spielerschar dabei, taucht nach dem Abschied vom Kreitmeierhof jedoch nicht etwa unter, sondern hat noch einige Szenen zu spielen, in denen es auch um eine Liebe geht. 

In dem Klassiker des bayerischen Volkstheaters kommt das Anbandeln nicht zu kurz, doch im Mittelpunkt steht und sitzt der Großvater, wirklich mit allen Wassern gewaschen und immer zu einem neuen Schabernack bereit. Um ihn herum springen attraktive Frauen (Katrin Heller-Breer und Gabi Waibl), die aus unterschiedlichen Gründen fürs Wohlbefinden des Ruheständlers sorgen wollen. 

Keine besonderen Sympathien genießt der Großvater zunächst beim selbstbewussten Bauernsohn Louis (Florian Pickl). Doch auch diese problembeladene Männer-Beziehung könnte sich im dritten Akt radikal ändern, wo auch der seltsam sprechende Knecht Martl (Werner Hacker) wieder auftaucht und seine Lektion fürs weitere Gemeinschaftsleben lernt. Bis kurz vorm Schluss bleibt die Frage offen, ob der Großvater zwei Häuser besitzt oder doch nur ein armer Schlucker ist. Aus diesem Grund wird sofort für reichlich Spannung gesorgt, wenn sich der Vorhang zur Premiere hebt. 

Einlass ab 18 Uhr, Saal mit Bewirtung. Karten: 08362/67 52. 

Weitere Infos: www.haus-hopfensee.de

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