Wochenende ohne Punkte

Zwei Niederlagen musste der EV Füssen am letzten Wochenende einstecken. Am Freitag gab es zu Hause gegen Spitzenreiter Herne ein 3:4, am Sonntag gab es in Bad Tölz gegen die dortigen Löwen eine 2:5-Niederlage, wobei Füssen nur mit 13 Feldspielern angetreten war.

Der EV Füssen war gegen die HEV Ruhrpott Crusaders mehr als nur ebenbürtig und vor allem zu fair. Die Strafenstatistik lautete am Schluss 2:34, das Ergebnis von 3:4 gab jedoch einer sehr hart einsteigenden Profimannschaft Recht. Dass dabei bei Füssen gleich zwei junge Spieler niedergestreckt wurden, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Es war das Rezept der Mannschaft von Gäste-Trainer Niklas Sundblad, den jungen Füssenern schon von Beginn an den Schneid abzukaufen. Doch der EV Füssen spielte zur Überraschung der nur 645 Zuschauer passabel und erzielte bereits in der vierten Minute das 1:0 durch Ricky Helmbrecht. In Überzahl verwandelte der an diesem Abend ungemein agile Jordie Preston in der 28. Minute zur 2:0-Führung. Dann ging es Schlag auf Schlag. Zunächst verkürzte der Gast durch Anton Bader zum 2:1, doch wiederum Preston stellte mit dem 3:1 den alten Abstand her. Aber Herne spielte hart weiter und schaffte nicht nur durch Darren Doherty den Anschluss, sondern sogar in Unterzahl den Gleichstand. In der 39. Minute war es wieder Hernes Kapitän Bader, der den Spitzenreiter in Führung brachte. Im letzten Abschnitt war Füssen einem Tor wesentlich näher als Herne, aber das Glück des Tüchtigen suchte sich dieses Mal einen anderen aus, der mit sehr viel Glück sein Ergebnis über die Runden rettete. Zahlenmäßig unterlegen Die Vorzeichen standen entsprechend schlecht für einen Erfolg in Bad Tölz. Das Spiel endete 5:2 (2:1, 2:0, 1:1) für die Tölzer Löwen. Gerade mal 13 Feldspieler und zwei Torleute konnte der EV Füssen noch aufbieten, um der Überraschungsmannschaft um Trainer Dave Rich Paroli bieten zu können, die mit 19 Mann antrat. Nach zwei schnellen Toren in der 3. und 4. Minute machte Torwart Jorde seinem 17-jährigen Kollegen Glaswinkler Platz. Der musste sich in der 22. Minute mit einem Bauerntrick zum 3:1 überraschen lassen, dem in der 34. Minute das 4:1 folgte. Füssen hatte genug Chancen, das Ergebnis zu egalisieren, aber Preston, Nadeau und Naumann scheiterten. Mit dem 5:1 durch Fischhaber in der 55. Minute in Überzahl fiel die Entscheidung. Wenigstens durch die letzte der sechs Überzahlsituationen für Füssen gestaltete Völk in der 59. Minute mit dem 5:2-Endstand das Ergebnis noch etwas freundlicher. Nadeau und Helmbrecht, der nach dem Spiel als bester Spieler auf Füssener Seite geehrt wurde, waren die Passgeber. Am Freitag kommt der Tabellendritte SB Rosenheim um 19.30 Uhr in das heimische Bundesleistungszentrum. Am 6. Dezember geht es dann zum EHC Dortmund, der punktgleich mit Rosenheim Tabellenzweiter ist.

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