Peter Jente stellt erstmals im Füssener Festspielhaus aus

Gelungene Premiere

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Die Ausstellung „Schloss Neuschwanstein zu verkaufen“ mit Werken von Peter Jente ist bis zum 3. August im „Café am See“ im Festspielhaus zu sehen.

Füssen – Eigentlich verwundert es ein bisschen, dass sich der Maler Peter Jente erst jetzt zum allerersten Mal mit einer eigenen Ausstellung im Festspielhaus Füssen präsentiert, wo in der Vergangenheit schon zahlreiche andere Künstler ihre Werke der Öffentlichkeit gezeigt haben. 

So hat er vielen anderen Künstlerkollegen in seinem Atelier in den Kunsthallen am Lech in Füssen ein Forum geboten, während er dort selbst auch hin und wieder seine Werke zur Schau gestellt hat. Mit der Exposition „Schloss Neuschwanstein zu verkaufen“ ist Jente nun seit Kurzem im „Café am See“ im Festspielhaus Füssen am Ufer des Forggensees vertreten. 

Dort stellt er bis zum 3. August insgesamt 30 Gemälde und Objekte zur Schau, mit denen er thematisch an seine vergangene Ausstellung „Auf der Suche nach Wolkenkuckucksheim“ in der Fachklinik Enzensberg anknüpft. Das weltberühmte Schloss von König Ludwig II. kann man wohl schließlich ebenso als eine Art Wolkenkuckucksheim und damit als einen sowohl lokalen als auch geistigen Zufluchtsort für den Wittelsbachermonarchen ansehen, wie es das eigene Gehirn für an Demenz erkrankte Menschen darstellt. 

Peter Jentes an Demenz leidender Vater hat denn auch den Anstoß zu der Werkreihe mit dem Titel „Auf der Suche nach Wolkenkuckucksheim“ gegeben, deren Faden Jente nun in Sichtweite von Neuschwanstein sozusagen malerisch weitergesponnen hat. 

Dabei hat Jente mit Werken mit Titeln wie etwa „Schloss in Arbeit“, „Der König liebt rot“, „Goldschloss“ und „Fantasie ums Schloss“ in unterschiedlichen Formaten und teilweise in Öl, jedoch auch mit Acryl sowie Tusche, farbenreiche Gemälde geschaffen, die womöglich bei dementen und anderen Menschen gleichermaßen die Sehnsucht nach einem Ort der Geborgenheit wecken. 

Häufig geben sie utopische „Truggebilde“ wieder, mit denen Jente in geschickter Weise „nonverbale Gefühle“ ausspreche, wie Dagmar Rothemund kürzlich in ihrer Rede bei der von Marco Müller, Pit Fischer und Hardy Pfahl alias „Die Propeller“ musikalisch untermalten Vernissage erklärte. 

Die Leiterin der Wertachtal-Werkstätten für Menschen mit Behinderung muss es schließlich wissen: Schließlich kommt der ausgebildete Kunstpädagoge Jente einmal in der Woche in die Einrichtung, um mit den betreuten Personen zusammen zu malen.

lex

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