Räte segnen Pläne für Dorfplatz ab

Lechbruck bekommt eine Ruhezone

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Der Platz um das Lechbrucker Rathaus soll neu gestaltet werden.

Lechbruck – Die Dorfmitte Lechbrucks soll neu gestaltet und aufgewertet werden. Die Pläne dazu – unter anderem ein Floß-Brunnen – hat der Architekt Dr. Alexander Pfanzelt vergangene Woche in der Gemeinderatssitzung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Umfeld des Lechbrucker Rathauses soll neu gestaltet werden. Die Gemeinde könne für diese Maßnahme aus Mitteln der Dorferneuerung bis zu 150.000 Euro erhalten, führte Bürgermeister Helmut Angl die Gemeinderäte an das Thema heran. Würde man nicht nur das engere Umfeld des Rathauses, sondern auch noch die Straße zwischen Metzgerwirt und der ehemaligen Schule bis auf Höhe zur Einfahrt am Eisstadion einbeziehen, seien sogar bis zu 200.000 Euro möglich, fügte Angl an. 

Bereits früher im Jahr hatte Architekt Dr. Alexander Pfanzelt den Gemeinderäten Pläne gezeigt, wie man den Platz um das Rathaus, vor allem den Parkplatz auf der Nordseite, umgestalten könnte. Dazu zeigte der Lechbrucker Architekt verschiedene Visualisierungen eines verkehrsberuhigten Platzes, wo sich die Menschen aufhalten können und sogar weiterhin der Wochen- und Viktualienmarkt abgehalten werden kann. Mit der Erweiterung nach Osten hin könnten hier auf dem Platz auch Feste veranstaltet werden, die über die schon bestehende Zufahrt auf der Südseite des Rathauses beliefert werden können. 

Ein Platz mit Brunnen 

Man würde damit einen zentralen Platz schaffen, so Pfanzelt. „Wo ist denn das Zentrum Lechbrucks?“, begründete Pfanzelt seine Beweggründe und beantwortete die Frage sodann, dass dies ohnehin schon der zentrale Platz Lechbrucks sei. „Wir erweitern nur noch die Frequenz“, führte der Architekt seine Überlegungen aus. Die Gestaltung des Platzes geht auf die Vorschläge, vor allem auf die Wünsche aus der Gemeinde und Bevölkerung zurück. So beinhaltet der Platz auch einen Brunnen, der für Aktivität auf dem Platz sorge, so Pfanzelt. Das Wasser soll in einer Art Bach ablaufen und aus Nagelfluh-Konglomerat bestehen. 

In Lechbruck stünde eine der nördlichsten Rippen dieses Gesteins, erklärte Pfanzelt die geologische Situation. Dies könnte man bei der Gestaltung des Platzes einfließen lassen, die Sitzgelegenheiten, aber auch Teile des Pflasters und eben den Brunnen in diesem betonähnlichen Material ausführen. Weiterhin sollte der Platz begrünt werden, vor allem mit heimischen Gewächsen. An der Nordwestseite könnte das Fundament für den Christbaum entstehen, daneben stünde weiterhin der Maibaum. Der gesamte Platz würde zu einer Ruhezone im Dorf. 

Man habe das Konzept in Krumbach bei der Dorferneuerung vorgestellt, von dort sei die Anregung gekommen, die Projektfläche zu erweitern und die Straße bis zur Einfahrt am Eisstadion mit einzubeziehen. Dadurch steige die Projektfördersumme laut Bürgermeister Angl von 150.000 Euro auf 200.000 Euro. Insgesamt solle das Vorhaben mit Straße rund 427.000 Euro netto kosten, die Platzgestaltung allein macht dabei rund 300.000 Euro netto aus. 

Floß ist zu abstrakt 

Eine rege Diskussion entwickelte sich über das gezeigte Floß, das Pfanzelt ebenfalls in Stein gestalten und eher kubistisch halten möchte. Es soll rund sechs Meter auf 2,60 Meter groß werden und sechs große Stämme sowie vier Querstreben erhalten. 

Irene Balzarec kritisierte, dass man bei diesen Steinquadern nicht unbedingt erkennen könne, dass es sich um Baumstämme handeln soll. Von einer Ausschreibung hielt Angl allerdings wenig. Ohnehin sei die Visualisierung reichlich abstrakt und erst der fertige Brunnen zeige, wie man sich das vorstellen müsse. Außerdem, fügte Architekt Pfanzelt an, werde der Stein verwittern und so ein anderes Aussehen annehmen, als nun zu sehen sei. 

Angl fügte außerdem an, dass man seitens der Dorferneuerung glücklich gewesen sei, dass Lechbruck zum Abschluss des Programms wieder mit dabei sei. Lechbruck war 1993 als einer der ersten Gemeinden dabei, seinerzeit mit dem Projekt Flößermuseum. Unisono votierten die Räte dafür, die vorgestellte Planungen umzusetzen.

gau

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