ASF-Rose geht an Limbach und Werner

Die Preisvergabe an Dr. Jutta Limbach und Dagmar Werner (2. und 3. von links) feiert der Füssener Bürgermeister Paul Iacob (links) mit (von rechts) Dr. Paul Wengert, Ilona Deckwerth und Karin Wehle-Hausmann im Luitpoldpark-Hotel. Foto: cf

Füssen – Um den Einsatz der Frauen zu würdigen, die sich für die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft engagieren, hat die ASF Ostallgäu Auszeichnungen geschaffen. Die wurden nun am Freitag im Füssener Luitpoldpark Hotel an Dr. Jutta Limbach und Dagmar Werner vergeben.

Noch immer dominiert der Mann, wenn man Führungspositionen in Wirtschaft und Verwaltung - und dabei auch den jeweiligen Gehaltszettel – betrachtet. Für die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen im Ostallgäu (ASF) sind Professorin Dr. Jutta Limbach, bekannt aus ihrer Zeit als Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts, und Dagmar Werner aus Kaufbeuren Vorbilder. Denn beide kämpfen, wenn auch auf verschiedenen Ebenen, weiterhin für die Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft. Dafür hat sie die ASF nun ausgezeichnet. Nicht nur Ilona Deckwerth von der ASF Ostallgäu würdigte im dicht besetzten Vortragssaal des Füssener Luitpoldpark-Hotels unter starkem Beifall die Leistung, die Limbach und Werner so preiswürdig machte. Ans Rednerpult traten auch der Landtagsabgeordnete Dr. Paul Wengert, der Füssener Bürgermeister Paul Iacob sowie die beiden weiterhin engagierten früheren Preisträgerinnen Christa Berge und Wiltrud Fleischmann. Den Abend moderierte Dagmar Rothemund von der Füssener SPD-Ortsgruppe. Am Festakt mit der Verleihung der ASF-Rose an Jutta Limbach nahmen knapp 150 Gäste teil. Sie entspannten sich anschließend bei einem Sektempfang, wo die lokale Preisträgerin Dagmar Werner, die aus Sicht der Jury Motor für viele Projekte war, Glückwünsche entgegen nahm. Harmonisch musikalisch begleitet unterhielten sich hier die Versammelten. Ein Gesprächsthema war Limbachs Rede. Die Preisträgerin hatte „Karrierefrauen“ die Leviten gelesen, die Haushaltshilfen und Kindermädchen beschäftigen und nur Hungerlöhne zahlen. Per Arbeitsvertrag sollte stets sicher gestellt sein, dass nach dem Erwerbsleben keine Armut drohe. Am konkreten Beispiel ihrer eigenen Familie schilderte Limbach, wie mutige Frauen über Generationen Geschichte schreiben. Vor 15 Jahren kam auch im Ostallgäu ein Kapitel hinzu. Die stellvertretende ASF-Vorsitzende, Karin Wehle-Hausmann, konnte von 1998 ausgehend im Rahmen des Festakts die vergleichsweise erst wenigen Seiten über die Rote Rose aufschlagen. Die kleine Skulptur aus dem Ostallgäu ist mittlerweile allerdings in den Händen von Renate Schmidt, Heidemarie Wieczorek-Zeul, Herta Däubler-Gmelin, Margarete Mitscherlich und Gesine Schwan. Zu den Vorgängerinnen der Preisträgerin Dagmar Werner aus Kaufbeuren, die vor dem Publikum ihr bisheriges Leben als „ganz normal“ bezeichnet hatte, gehört Brigitte Protschka. Der Füssenerin ist ein erfolgreiches Mentoringprojekt für Frauen in Führungspositionen zu verdanken. In ihren Grußworten hatten sowohl Hannelore Semmlin-Leix, die Vorsitzende des Gleichstellungsbeirats Füssen, und die Gleichstellungsbeauftragte im Ostallgäu, Heike Krautloher, als auch Landtagsabgeordneter Dr. Paul Wengert deutlich gemacht: Gleichstellung sei ein „Gebot der Gerechtigkeit“. cf

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