Initiatoren der Bürgerbegehren präsentieren ihre Vorstellungen

"Echt von Vorteil"

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Die beiden Initiatoren des Bürgerbegehrens, Harald Vauk und Eva-Maria Kärtner, stellen vor dem Bahnhof ihre Pläne und Visionen für den neuen Bahnhof vor.

Füssen – Aus der Diskussion um die Gestaltung des neuen Bahnhofs ist durch den aufschiebenden Kompromiss des Stadtrats derzeit zwar etwas die Heftigkeit heraus. Für Harald Vauk, Initiator der drei Bürgerbegehren gegen den aktuellen Entwurf, ist das aber kein Grund, von seinem Ziel abzurücken.

Am Donnerstagmorgen stellte er seine Pläne und Visionen für die künftige Gestaltung des Füssener Bahnhofs der Öffentlichkeit vor. Vauk betonte mehrfach, dass er und seine Mitstreiterin Eva-Maria Kärtner nicht gegen einen Neubau des Füssener Bahnhofs durch die Firma Hubert Schmid seien. Im Gegenteil: Dieser sei unbedingt notwendig. Was die beiden vielmehr stört, ist der kürzlich vorgestellte Entwurf der Firma Hubert Schmid und das Fehlen eines Gesamtkonzeptes für den kompletten Bereich Bahnhof, Busbahnhof und Freybergpark.

 „Wir sehen den Bahnhof als Einheit mit dem Park und dem Busbahnhof,“ betonte Vauk vor einer beachtlichen Zahl erschienener Medienvertreter. Deshalb griffen alle drei angestoßenen Bürgerbegehren ineinander, erläuterte er. Bisher seien um die 600 Unterschriften gesammelt worden. „Das reicht um zu zeigen, was die Füssener Bürger wollen“, sagte er. Als Grund für die Bereitschaft der Füssener zu unterschreiben, nannte er die bislang angedachte Fassadengestaltung. „Die erste Ansicht der Fassade hat die Stimmung kippen lassen“, erklärte er am Donnerstagmorgen. 

Oberstes Ziel sei allerdings eine Verhandlungslösung mit der Stadtverwaltung und Hubert Schmid im Sinne aller Beteiligten. „Wir wollen keine Verzögerung und wir wollen keinen anderen Bauherren, aber wir wollen ein anderes Gebäude“, erläuterte Vauk. Nun werde man zunächst einmal die Nachverhandlungen der Füssener Stadtverwaltung mit dem Bauunternehmen abwarten. 

Kein Geschäftsbau 

Doch was wollen er und Kärtner eigentlich genau? Zunächst einmal einen neuen Bahnhof mit Tiefgarage für rund 80 Parkplätze, der zu Füssen mit seiner Mischung aus Tradition und Moderne passe: „Diese Vereinigung von Gestern und Morgen muss in der Architektur wiederzufinden sein“, so Harald Vauk. „Hier passt kein Geschäftsbau hin!“ Zum anderen schweben ihm und seiner Mitstreiterin im Zuge des Bahnhofneubaus eine Sanierung des Busbahnhofs und des Freybergparks vor. Dort könnte seiner Ansicht nach beispielsweise im Zuge einer privaten und öffentlichen Partnerschaft ein „Cafègarten“ mit mobiler Theke und mit einem Kinderspielplatz entstehen. „Das wäre echt von Vorteil“, ergänzte die zweifache Mutter Eva-Maria Kärtner. 

„Mit ein bisschen Phantasie könnte man sich überlegen, wie wir hier das Zentrum der Stadt so beleben, dass es eine Bereicherung für die Bürger ist“, sagte Vauk dazu. 

Durch den Kompromiss, auf den sich der Stadtrat am 9. Dezember einigte (der Kreisbote berichtete), können Vauk und seine Helfer das Sammeln von Unterschriften zwar zunächst etwas ruhiger angehen lassen. Wer die beiden Initiatoren dennoch bei ihrere Arbeit unterstützen möchte, kann sich unter der E-mail-Adresse buergerbegehren-fuessen@ok.de an die beiden wenden.

Matthias Matz

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