Alle Verstorbenen hatten Vorerkrankungen

Coronavirus im Ostallgäu: Zahl der Infizierten steigt – drei weitere Todesfälle

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Die Zahl der durch das Coronavirus ums Leben gekommenen Menschen im Ostallgäu ist erneut gestiegen.

Landkreis/Füssen - Am Wochenende sind drei weitere Menschen im Kreis Ostallgäu an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Personen litten unter Vorerkrankungen und waren zwischen 45 und 95 Jahre alt. Das teilt das Landratsamt mit. Die Zahl der Todesopfer in der Region Ostallgäu-Kaufbeuren steigt damit auf fünf.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Infizierten: Waren es am vergangenen Freitag gegen Mittag noch 116 Infizierte, stieg diese Zahl bis zum heutigen Montag auf 179 an. Im Landkreis Ostallgäu sind es 149 Infizierte, in der Stadt Kaufbeuren 30.

Damit hat sich das Coronavirus auch im Landkreis Ostallgäu flächendeckend ausgebreitet. Zu Beginn der Infektionen Anfang März waren nur in einzelnen Orten Erkrankungen registriert. Nun sind von Lamerdingen bis Füssen viele Kommunen betroffen. 

Lediglich in Baisweil, Eisenberg, Görisried, Günzach, Hopferau, Kaltental, Kraftisried, Osterzell, Ronsberg, Roßhaupten, Stöttwang, Wald und Westendorf sind Stand heute noch keine Infektionen aufgetreten.

Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) fordert alle Bürger auf, auch wegen der gestiegenen Infektionszahlen weiter vernünftig zu handeln. „Schützen Sie sich selbst und Ihre Angehörigen, indem Sie die bestehenden Einschränkungen im öffentlichen und privaten Leben respektieren. Lockerungen werden erst dann möglich sein, wenn die Infektionszahlen nach unten gehen. Wir haben es also selbst in der Hand“, appelliert Zinnecker an die Bevölkerung.

Auch im Senioren- und Pflegeheim Waal sind fünf Bewohner und neun Mitarbeiter vom Coronavirus betroffen. Die Heimleitung hat in enger Absprache mit dem Landkreis Ostallgäu als Träger der Einrichtung und dem Gesundheitsamt den Notfallplan umgesetzt und die Erkrankten Bewohner isoliert. 

Die betroffenen Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Die weiteren Bewohner und Mitarbeiter werden nun umgehend getestet. Die Pflege der Bewohner ist mit dem verbleibenden Personal sichergestellt, die Erkrankten werden über eine Schleuse durch Pflegepersonal in Schutzausrüstung versorgt.

kb

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