"Der beste Standort"

Füssener Markthalle feiert ihren 20. Geburtstag

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Die Fischhandlung Geiger bedient zahlreiche Stammkunden. Seit 20 Jahren kommen hier auch die Touristen vorbei, die frische Ware genießen wollen.

Füssen – Vor 20 Jahren wurde im „Feuerhaus“ am Schrannenplatz die Markthalle eröffnet.

Am Wochenende feierten mit den Händlern feierten Dr. Paul Wengert – damals Bürgermeister in Füssen – und der heutige Rathauschef Paul Iacob (beide SPD) zu zünftiger Blasmusik die Tatsache, dass sich dieser Treffpunkt im Herzen der Altstadt seit 1998 rundum positiv entwickelt hat. 

Wengert und Iacob brachten der Publikumsschar auf dem vollen Schrannenplatz in ihren Ansprachen vor dem Halleingang eine Füssener Erfolgsgeschichte von Verwaltung und Wirtschaftsleben näher. Für Unterhaltung sorgte Dirigentin Sonja Köhler mit der Jugendkapelle Eisenberg-Hopferau, die viel Beifall bekam. 

Die Festredner erinnerten daran, dass es mehr als eine Idee vor zwei Jahrzehnten gab, als es darum ging, dem „Feuerhaus“ nach dem Auszug der Feuerwehr eine neue Funktion zu geben. Attraktiver Standort für die Füssener Stadtbibliothek? Ein weiteres Wirtshaus auf dem Schrannenplatz, wo die Freiwillige Feuerwehr ihre damals westlich kleineren Fahrzeuge untergestellt hatte? In beiden Festreden wurden seinerzeit angedachte mögliche Nutzungen erwähnt. 

Sich für eine im Erdgeschoss anzusiedelnde Markthalle entschieden zu haben, erweist sich im Rückblick insbesondere auch aus Sicht der Einzelhändler als absolut richtig. 

Fisch und Brot

„Als wir von Ulrich Geiger das Fischgeschäft übernommen hatten, war natürlich die Frage, wo wir den Verkauf für unsere Kunden anbieten könnten. 

Die Markthalle in zentraler Altstadtlage ist dafür der beste Standort“, betonte Bernhard Böhler im Gespräch mit dem Kreisbote. Gabi Böhler, seine Frau, führt mit einem eingespielten Team den Fischhandel. Die Fischhandlung Geiger gehört zu den Ersten, die in die Markthalle Füssen eingezogen sind. Zuletzt kam „Panem“ dazu, ein Händler, der „Brot & Kaffeegenuss“ verspricht. 

Schon einige Zeit länger gut etabliert ist daneben Feinkost Kapadokya. Das Motto, an einem Strang zu ziehen, wurde in früheren Jahren nicht immer beherzigt. Doch längst laufe es hier gut, womit Böhler speziell den rührigen Verwalter Markus Krug ein Lob ausspricht. „Unser Bürgermeister Paul Iacob“, ergänzt Böhler, „unterstützt die Markthalle vorbildlich.“ 

Der Füssener Rathauschef sieht nach eigenen Angaben in der neu gestalteten Markthalle mehr als eine Möglichkeit, Einkaufskörbe zu füllen. „Hier treffen sich Menschen und reden miteinander. Sich in die Augen schauen und ein Gespräche führen ist in heutiger Zeit ganz besonders wichtig“, sagte er anlässlich der Feier zum 20. Geburtstag der Einrichtung. Sich gemütlich zum Genießen hinsetzen, auf Stühle am Tisch oder auf einen Barhocker: dazu lädt die Markthalle ein. 

Weil die Pilsbar, direkt neben der öffentlichen Toilette, ein Schattendasein führte, nutzte die Händlerfamilie Kara, die draußen den Obst- und Gemüsestand betreibt, eine sehr kurzfristig entstandene Chance: sie trat die Nachfolge einer erfolglosen Gastronomin aus München an. „Wir haben für die Gestaltung der neuen Holztheke viel Geld investiert. Die Gäste wissen das zu schätzen. Sie kommen gern zu uns auf ein Bier. Deshalb sind wir im Großen und Ganzen zufrieden!“, erklärt Pächter Niyazi Kara auf Nachfrage.

cf

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