Bergwacht Füssen-Schwangau hat am langen Wochenende alle Hände voll zu tun

Mehrere Einsätze für die Bergwacht Füssen über das Pfingstwochenende

Bergretter im Tegelbergsteig
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Nächtlicher Einsatz im Tegelbersteig: In der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag müssen die Bergretter zwei Bergsteigern helfen.
  • Matthias Matz
    vonMatthias Matz
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Füssen/Schwangau - Zu verschiedenen Einsätzen, vor allem im Bereich Säuling und Tegelberg, mussten die Einsatzkräfte der Bergwacht Füssen-Schwangau über das lange Pfingstwochenende ausrücken. Einige Bergwanderer hatten die teilweise noch immer winterlichen Verhältnisse in den höheren Lagen unterschätzt. Auch ein Hubschrauber war im Einsatz

Wie die Bergwacht am Dienstag mitteilte, mussten die Bergretter aus Füssen und Schwangau erstmals am Nachmittag des Pfingstsonntags ausrücken. Demnach hatten zwei Wanderer im Bereich Säuling die Schneeverhältnisse unterschätzt und kamen auf dem Weg in Richtung Zunderkopf nicht mehr weiter. Aufgrund der abgelegen Lage der beiden musste die Rettung der Bergsteiger mit Unterstützung des in Reutte stationierten Notarzthubschraubers RK 2. erfolgen

Bereits um 19 Uhr erfolgte die nächste Alarmierung: nahe des „Sepp-Sollner-Hauses“ auf dem Grat zwischen Dürrenberg und Jochberg kamen zwei Bergsteiger aufgrund der Schneelage und Kreislaufbeschwerden nicht mehr weiter. Auch diese beiden wurden mit Unterstützung des Rettungshubschraubers Christoph 17 aus Kempten ausgeflogen und medizinisch versorgt.

Die Bergwacht weist darauf hin, dass aktuell in den nordseitigen lagen noch bis zu einem Meter Schnee liegen können. Eine gute Ausrüstung und Tourenplanung seien daher unerlässlich.

Der dritte Einsatz am Pfingstsonntag erfolgte gegen 22.30 Uhr. Zwei Bergsteiger kamen im Tegelbergsteig nicht mehr weiter und setzten einen Notruf ab. Insgesamt sieben Bergretter machten sich deshalb auf den Weg Richtung Tegelberg. Dank einer nächtlichen Sonderfahrt der Tegelbergbahn konnten die Bergwachtler schnell an die Einsatzstelle gelangen.

Nach einer zweistündigen Rettungsaktion konnten die beiden Bergsteiger schließlich aus dem Klettersteig geborgen werden. Der weitere Aufstieg zur Tegelbergbahn bewältigten die beiden aus eigener Kraft in Begleitung der Bergretter. Mit einer weiteren Sonderfahr der Tegelbergbahn ging es wieder ins Tal. Der Einsatz endete gegen 1.30 Uhr.

Etwas ruhiger ging es am Pfingstmontag zu, an dem die Bergretter zu einem Einsatz ausrücken mussten. Dabei galt es, einer gestürzten Frau im Bereich Grüble am Tegelberg zu helfen. Mit Verdacht auf eine Sprunggelenksfraktur bargen die Einsatzkräfte die Frau über die teilweise noch schneebedeckte Piste bis zur Rohrkopfhütte. Dort konnte sie ärztlich versorgt und mit dem Bergrettungsfahrzeug ins Krankenhaus Füssen gebracht werden.

Am heutige Dienstagmittag musste die Bergwacht dann zum unteren Teil des Kalvarienberges ausrücken. Bei einer 68-jährigen Frau bestand der Verdacht eines Herzinfarktes. Die Bergwacht, ein Notarzt und der Landrettungsdienst machten eine sehr schnelle Weiterbehandlung der Patienten im Krankenhaus Füssen möglich.

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