Verein bietet seit 25 Jahren Kinderbetreuung im Bezirk Reutte an

25 Jahre "Frauen im Brennpunkt" in Reutte

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Frauen im Brennpunkt-Geschäftsführerin Claudia Birnbaum (rechts) und Regionalleiterin Karola Scheucher-Kuisle danken Monika Wild aus Weißenbach für ihre zehnjährige Tätigkeit als Tagesmutter.

Reutte – 25 Jahre Kinderbetreuung in Reutte – ein Erfolgsprojekt: Seit 1993 bereichert der Verein „Frauen im Brennpunkt“ durch sein Angebot an Kinderbetreuung den Bezirk Reutte.

Im Rahmen einer Feierstunde in der Bücherei betonten Bürgermeister Alois Oberer, Martin Vindl, Leiter der Kinder- und Jugendhilfe in der Bezirkshauptmannschaft, und Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter als Gründerin und langjährige Obfrau von „Frauen im Brennpunkt“ übereinstimmend den überaus positiven Wert dieser Einrichtung. 

Das Büro der Außenstelle Reutte, das sich seit 2007 im „Haus der Vereine“ befindet, konzentriert sich bei ihren täglichen Aufgaben auf eine qualitativ hochwertige sowie ganztägige und ganzjährige Betreuung von Kindern durch Tagesmütter und Tagesväter sowie in verschiedenen Kinderkrippen. In sieben Gemeinden im Bezirk betreuen die Tagesmütter/-väter maximal vier Kinder vom Babyalter bis zum Alter von 14 Jahren und vermitteln ihren Schützlingen eine liebevolle, individuelle und familienähnliche Atmosphäre. 

Zur Erklärung: Da sich die Betreuungszeiten am Arbeitsrhythmus der Eltern orientieren, ist es diesen möglich, auch flexible Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz einzuhalten. „Ich bin sehr froh, dass es diese Einrichtung in Reutte gibt“, sagte Bürgermeister Oberer und hob die professionelle Betreuung und Beratung der Einrichtung hervor.

Im gleichen Atemzug stellte er fest, dass bei der Gleichstellung von Frauen, besonders auf dem Arbeitsmarkt, einiges im Argen liegt und es auf diesem Gebiet „noch viel zu tun gibt“. Man könne hier noch vieles bewegen, wenn es die Gesellschaft zulassen würde. 

Eine Erfolgsgeschichte

Seine Wertschätzung sprach auch Martin Vindl dem Verein aus, der in den vergangenen 25 Jahren eine echte Erfolgsgeschichte geschrieben habe: „Sie schenken den Kindern viel Aufmerksamkeit, Liebe und Wärme – ein Umstand, der für sie selbstverständlich ist.“ „Alt“-Obfrau Dr. Marie-Luise Pokorny-Reitter, zugleich auch Gründerin von „Frauen im Brennpunkt“, schilderte in kurzen Worten die Anfänge der Organisation und wie sie mit „Bammel“ von Innsbruck herausgefahren sei, um die erste Außenstelle der Organisation in Reutte aus der Taufe zu heben. 

Der anfänglichen Ablehnung in der Bevölkerung mit dem Argument, „so was brauchen wir nicht“, wich in der Folgezeit der Wertschätzung und Dankbarkeit für die Einrichtung. Mit Regionalleiterin Karola Scheucher-Kuisle und ihrem Team, das ihr mit viel Herzblut zur Seite steht, habe sich die Einrichtung den Zuspruch in der Bevölkerung „erarbeitet“. 

Breites Angebot

„Mit dem breiten Angebot an Betreuungsmöglichkeiten, die ganzjährig oder auch als Ferienbetreuung genutzt werden können, entlastet der gemeinnützige, parteipolitisch und konfessionell unabhängige Verein Familien und leistet Sensibilisierungsarbeit in gleichstellungspolitischen Fragen“, stellte Pokorny-Reitter fest. Der festlichen Rahmen der Feierstunde wurde durch die musikalischen Beiträge der Familie Bubreg besonders unterstrichen.

ed

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