Pfrontener Schleierfahndung kontrolliert verschiedene Fernreisebusse

Illegaler Aufenthalt, Sozialleistungsbetrug und Urkundenfälschung

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Bei der Kontrolle verschiedener Fernreisebusse in Füssen stellen die Pfrontener Schleierfahnder am Wochenende zahlreiche Verstöße fest.

Füssen – Mehrere mutmaßlich illegale Migranten und Sozialleistungsbetrüger hat die Schleierfahndung am Wochenende aus dem Verkehr gezogen. Wie so oft in der jüngeren Vergangenheit wurden die Beamten bei Kontrollen von Fernreisebussen fündig.

So saß nach Polizeiangaben am Sonntag im Bus von Stuttgart nach Verona ein 34 Jahre alter Nigerianer, der sich womöglich sieben Monate lang illegal in Deutschland aufgehalten hat. Seine italienische Aufenthaltsgestattung soll seit November 2017 nicht mehr gültig gewesen sein. Nach eigenen Angaben will er zwar nur vier Tage in Bremen gewesen sein, die Ermittlungen begründeten aber den Verdacht, dass er mehr als ein halbes Jahr unerlaubt im Land war. Nach seiner Vernehmung wegen unerlaubten Aufenthalts durfte er weiterreisen. 

Gegen das Aufenthaltsrecht soll auch ein weiterer Nigerianer verstoßen haben, der am Freitag im Bus von Österreich nach Stuttgart saß. Demnach hatte der junge Mann in Deutschland Asyl beantragt und für die Zeit des Verfahrens eine Aufenthaltsgenehmigung erhalten. Diese berechtigt aber weder zur Aus- noch zur Wiedereinreise. 

Ebenfalls am Freitag kontrollierten die Schleierfahnder einen vorgeblich 24 Jahre alten Rumänen, der mit dem Bus Richtung Verona fuhr. Der Mann wies sich mit einer komplett gefälschten rumänischen Identitätskarte und einem ebenso falschen rumänischen Führerschein aus. Zu seiner wahren Identität wollte er sich auf Anraten seines Anwalts nicht äußern. Mit seiner falschen Identität saß der Unbekannte bereits wegen Einbruchs in einem deutschen Gefängnis. Die Beamten stellten die gefälschten Dokumente sicher, behandelten den Mann erkennungsdienstlich und zeigten ihn wegen Urkundenfälschung an. Nachdem er eine Zustellungsbevollmächtigten benannt hatte, mussten die Beamten ihn weiterreisen lassen. 

Wegen des Verdachts des Sozialleistungsbetrugs ermitteln die Pfrontener Beamten dagegen gegen einen 20-Jährigen aus Gambia, den sie am Freitag im Bus von Stuttgart nach Venedig kontrollierten. Obwohl der Afrikaner bereits seit 2016 in Italien als anerkannter Asylbewerber registriert ist, stellte er im Dezember 2016 auch in Deutschland einen Antrag auf Asyl. Vor seiner Weiterreise unterschrieb der junge Mann jetzt einen Verzicht auf sein Asyl in Deutschland.

kb

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