Zehn Jahre König-Ludwig-Freunde

Das neue Ludwig-Buch von Maria Seitz (3. von links) interessiert natürlich auch Magnus Peresson (rechts). Die Autorin unterstützten Johannes Hitzelberger (3. von rechts), Bayerischer Rundfunk, als Sprecher und Techniker Franz Tralmer (2. von links). Ludwig Kirzinger (links) und Hildegard Afsali (2. von rechts) von den „Freunden des Königs“ begrüßten die Gäste im „Bräustüberl“. Foto: cf

Seit zehn Jahren gibt es die „Freunde König Ludwig II“ schon. Dieses Jubiläum wurde an Pfingsten im Füssener „Bräustüberl“ gefeiert. Ein musikalisches Intermezzo servierte der 17-jährige Mario Ruschel aus Füssen, den die Sulzbergerin Sassy Bernert am E-Piano begleitet hat.

Im Mittelpunkt des Treffens standen die gut besuchten Fachvorträge von Ludwig-Kennern. Am Pfingstmontag fuhren dann 30 Teilnehmer des Treffens nach Berg am Starnberger See. Hier besuchten sie den feierlichen Gedenkgottesdienst zum 125. Todestag des bayerischen Königs. Dessen gewiss nicht märchenhaftes Leben wurde auch beim diesjährigen zehnten Treffen der „Freunde König Ludwig II“ unter die Lupe genommen. Referate und Gespräche beleuchteten das jeweilige Thema. Wobei der Blick nicht in Geschichte verhaftete. So fragte Referent Ludwig Kirzinger am zweiten Vortragsabend die Zuhörer nach ihrer eigenen Einschätzung der Bedeutung des „Märchenkönigs“ in der heutigen Zeit und in nahen Zukunft. Den König rehabilitieren Am Ende des Abends zum Thema „König Ludwig II von Bayern als Projektionsfigur der Moderne für den Ludwig in uns allen“ war klar geworden, dass die Forschungen weitergehen sollten, um „mehr Wahrheit“ über die „herausragende historische Figur zu gewinnen“. Dazu sind Quellenstudien notwendig, die mit den vielen Gerüchten aufräumen könnten, die „in mittlerweile unzähligen Büchern verbreitet werden“. Kirzinger bezeichnet seine Beschäftigung mit Ludwig II als „Lebensaufgabe“. Ziel der intensiven Studien sei es „den König zu rehabilitieren“. Der Kreis, der sich in Füssen alljährlich zum Gedankenaustausch versammelt, ist übrigens kein eingetragener Verein. Den lockeren Verbund hält Hildegard Afsali zusammen. Sie ist die Nachfolgerin der früher im Festspielhaus Füssen tätigen Sandra Borkowski, die weggezogen ist. Borkowski war aber herzlich begrüßter Gast bei der Eröffnung der Tagung, die der Theologe Markus Schmitt eröffnete. Vor zahlreichen Zuhörern im ehemaligen Kloster St. Mang skizzierte der Münchner das religiöse Profil Ludwig II. im Spiegel von Politik, Glaubenspraxis und Bauten. „Ludwigs Glaubenspraxis“, so Schmitt, komme im Messbesuch, im Empfang der Sakramente und bei seiner Teilnahme an kirchlichen Feierlichkeiten zum Ausdruck. Der König sei außerdem immer mildtätig gewesen. "Götterdämmerung" Im „Bräustüberl“ war der dritte Vortrag „Götterdämmerung: ein Wittelsbacher zwischen Kunst und Tragik“ von Maria Seitz krönender Abschluss des Treffens, zu dem einmal mehr Julius Desing, der frühere Verwalter von Neuschwanstein, viele Info-Bausteine beitragen konnte. Maria Seitz zeigt in einer lesenswerten Neuerscheinung durch die lange Brieffreundschaft Ludwigs mit Prinz Wilhelm von Hessen-Darmstadt - einem jüngeren Bruder des Großherzogs Ludwig IV. – eindrucksvoll, dass der König ein offener, zugänglicher und über Jahrzehnte treuer Mensch sein konnte.

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