Zehn Jahre Musikheim Pfronten

Stolz präsentieren sich im Musikheim Pfronten beim „Tag der offenen Tür“ Pius (12) mit der Posaune, Theo (12) mit dem Waldhorn und Jakob (12) mit der Tuba. Foto: prs

„Das war ein echter Glücksfall, dass wir vor zehn Jahren im November das Musikheim in Betrieb nehmen konnten“, freute sich Erster Vorstand Thomas Wohlfart, als am Sonntag das „Zehnjährige“ des Musikheims gefeiert wurde. Den Bauplatz hatte seinerzeit Alex Eiterer der Harmoniemusik geschenkt, das Bauholzes hatte die Gemeinde beigesteuert. Die Arbeiten des Sägewerks Schneider und der Firma Doser sorgten abschließende dafür, dass die Harmoniemusik ein neues Zuhause bekam. Im April 1999 begann der Bau im Gewerbegebiet Am Wiesele, im Juni wurde Hebauf gefeiert.

Zum Tag der offenen Tür am vergangenen Sonntag strömten die Gäste den ganz Tag über in die Räume, die alle besichtigt werden konnten. Neben dem großen Proberaum stehen zwei kleine Räume für Registerproben oder Spiel in kleinen Gruppen sowie ein Notenraum und Abstellräume zur Verfügung. Des weiteren gibt es einen Aufenthaltsraum mit Küche und einen Jugendraum. Wichtige Jugendarbeit „Es war ein erfolgreiches Jubiläumsjahr, bei dem wir das 150-jährige Jubiläum des Musikvereins und das zehnjährige Bestehen des Musikheimes gefeiert haben“, so der Vorstand. Wohlfart betonte, wie wichtig und gleichzeitig einmalig der Zusammenhalt unter den Mitgliedern sei, zum Beispiel durch ihren Einsatz beim Bau der Einrichtung, aber auch bei dem seit fünf Jahren von der Harmoniemusik organisierten Zeltaufbau zum Viehscheid. „Wir schließen dieses Jahr mit einer insgesamt positiven Bilanz“, versichert der engagierte Unternehmer. 100 aktive Musikanten, davon 23 unter 18 Jahren, geben ihre Freizeit für 50 bis 60 Proben und in großer Besetzung zirka 90 Auftritte im Jahr. Nachwuchssorgen plagen den Verein nicht, denn die im Jahr 2006 gegründete Big Band oder die Jugendkapelle I und II zeigen die Begeisterung, mit der die Harmoniemusik ihren Nachwuchs fördert. Fast alle erwachsenen Mitglieder spielen mehr als zwei Instrumente und unterstützen ab und zu auch über die Gemeindegrenze hinweg benachbarte Kapellen. Für Vorstand Wohlfart ist klar, dass „man alles lernen kann“. Das soll heißen, dass Jugendliche, die sich für ein Instrument interessieren eine große Auswahl vorfinden, erste Versuche am Instrument aber oftmals in der Musikschule machen. Hat ein Kind sich erstmals für ein Instrument entschieden, sollte es Geduld und Ausdauer mitbringen. Fragt man Pius, Theo oder Jakob, was ihnen außer dem Instrument lernen Spaß macht, kommt prompt die Antwort „zusammen Feste feiern und halt dass man miteinander musiziert“. prs

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