Aus Zeitgründen gibt die FW-Stadträtin ihren Sitz im Füssener Kommunalparlament auf

Stadträtin Reicherzer tritt zurück

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Kristina Reicherzer nach ihrer ersten Stadtratsitzung.

Füssen – Nun ist auch für Kristina Reicherzer (FWF) Schluss. Die 34-Jährige ist Ende Februar als Füssener Stadträtin zurückgetreten. Aufgrund privater Veränderungen finde sie nicht mehr die Zeit, dieses Amt auszuüben, erklärte Reicherzer gegenüber dem Kreisbote.

Erst Andreas Ullrich, jetzt Kristina Reicherzer: Innerhalb eines halben Jahres muss die Freie Wähler-Fraktion bereits ihren zweiten Sitz im Füssener Stadtrat neu besetzen. In dieser Legislaturperiode ist das aber wahrlich kein Einzelfall. Mit Reicherzer tritt bereits der siebte Stadtrat seit der Kommunalwahl 2014 zurück. Der 34-Jährigen ist dieser Schritt allerdings nicht leicht gefallen, wie sie gegenüber unserer Zeitung erklärte. Gerade auch wegen des Vertrauens der Wähler, „das sie in mich gesetzt haben“, so Reicherzer. „Die Arbeit hat mir sehr viel Spaß gemacht. Füssen ist meine Heimatstadt. Ich bin gerne dort.“ 

Doch ihr Lebensmittelpunkt liege mittlerweile im Landkreis Dillingen. Dort arbeitet sie seit Juni 2017 im Landratsamt im Jugendamt, Fachbereich Beistandschaften, Vormundschaften und Pflegschaften, was eine gewisse Verantwortung mit sich bringe. Daneben stehen auch privat große Veränderungen an. „In ein paar Wochen erwarte ich mein zweites Kind“, sagte Reicherzer. Deshalb werde sie jetzt ein Jahr in Elternzeit gehen. „Meine Familie braucht mich jetzt.“ Die Zeit sei einfach nicht mehr da, sich noch als Füssener Stadträtin zu engagieren, auch wenn jetzt „viele Projekte anlaufen“, die sie gerne mitverfolgt hätte. 

„Es war eine wahnsinnig interessante Zeit, aus der ich viel mitnehmen kann“, zieht die 34-Jährige ihr Fazit nach rund vier Jahren im Stadtrat. Als Verwaltungsfachwirtin konnte sie dabei die politische Seite kennen lernen. Durch kontroverse Diskussion habe man immer versucht gute Lösungen für die Lechstadt zu finden. „Ich hoffe, dass es so weitergeht.“ 

Gerlinde Wollnitza folgt nach 

Ihr persönlich lagen vor allem die Themen am Herzen, die unmittelbar die Bürger betreffen. Ein wichtiger Punkt sei auch der Verkehr, schließlich wirke er sich auf andere Felder wie die Wirtschaft oder den Tourismus aus. Hier habe der Stadtrat zuletzt aber eine gute Lösung gefunden, an der man nur noch etwas feilen müsse, so Reicherzer. 

Daran mitwirken kann ab kommenden Dienstag, 27. Februar, ihre Nachfolgerin. Gerlinde Wollnitza, die bei den Kommunalwahlen 2014 mit 651 Stimmen den achten Listenplatz erreichte, wird dann in der Stadtratssitzung vereidigt.

Katharina Knoll

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