Kripo durchsucht Wohnungen im Ostallgäu

Razzia gegen Reichsbürger

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Im Zuge der Großrazzia gegen mutmaßliche Reichsbürger ermittelt die Polizei auch gegen zwei Männer aus Dem Ostallgäu.

Pfronten/Mauerstetten/Ingolstadt – Bei der gestrigen Großrazzia gegen mutmaßliche „Reichsbürger“ in Bayern und Rheinland-Pfalz hat die Kripo Kempten auch Wohnungen in Pfronten und Mauerstetten durchsucht.

Das bestätigte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord am Vormittag auf Anfrage des Kreisbote. Ziel der Razzia war demnach, Beweismittel wie gefälschte Dokumente sicherzustellen. 

Über 300 Beamte durchsuchten nach Behördenangaben am gestrigen Dienstag in beiden Bundesländern insgesamt 36 Wohnungen und Häuser, davon 28 in Bayern. „Unter den Beschuldigten befinden sich neue und ehemalige Führungsmitglieder der sogenannten Reichsbürgerbewegung sowie Bezieher von Ausweisen des selbst ernannten Bundesstaates Bayern“, so ein Pressesprecher des für das Verfahren zuständige Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt. 

Zu den durchsuchten Objekten gehörten demnach auch je eine Wohnung in Pfronten und Mauerstetten. Bei beiden Verdächtigen, ein 65-Jähriger aus Pfronten und ein 66 Jahre alter Mann aus Mauerstetten, sollen die Fahnder auch fündig geworden sein. Beide werden verdächtigt, gefälschte Ausweise der Bewegung beantragt zu haben. Die Männer blieben jedoch auf freiem Fuß. 

In anderen durchsuchten Objekten in Bayern und Rheinland-Pfalz fanden die Ermittler neben gefälschten Ausweisen, Urkunden oder Führerscheinen auch Waffen und Munition. Darunter befanden sich nach Polizeiangaben zwei Langwaffen, 97 Schuss Munition, Schreckschusswaffen und Schrotmunition. „Mehrere nach dem Waffengesetzt verbotene Gegenstände wie ein Totschläger, Schlagringe, Wurfstern, Elektroschocker, Butterflymesser und ein Reizstoffsprühgerät wurden sichergestellt“, so ein Präsidiumssprecher weiter.

mm

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