Zweimal nein, einmal "jein"

Der Umbau des EWR-Hauses an der Lechhalde ist denkmalschutzrechtlich nicht ganz unproblematisch. Foto: Schuster

Einstimmig abgelehnt hat am vergangenen Dienstag der Bau- Umwelt- und Verkehrsausschuss den von Lidl gestellten Bauantrag, seine Ladenfläche zu vergrößern. Auch den Antrag zur Verkaufsflächenerweiterung des V-Markts beäugte der Ausschuss kritisch.

Zwar wollte Lidl seine Verkaufsfläche nur um wenige Quadratmeter vergrößern, um an der Westseite Platz für die Backvorbereitung und die Pfandrückgabe zu schaffen, das überschreite aber, wie Bauamtsleiter Armin Angeringer erklärte, schon die Vorgaben des Bebauungsplans. Außerdem müsste der Discounter dann mehr Parkplätze zur Verfügung stellen. Von den vorhandenen Parkplätzen würde der Anbau zudem einige versperren. Nachdem der Ausschuss den Antrag abgelehnt hatte, widmete er sich dem Anliegen des V-Markts, der seine Verkaufsfläche um weit mehr, nämlich um 921 Quadratmeter auf 8235 Quadratmeter vergrößern will. Um dafür die notwendigen Stellplätze bereitzustellen, wolle der V-Markt die Bäume auf einem angrenzenden Hügel fällen und den Boden begradigen. Zwar merkte Bürgermeister Paul Iacob (SPD) an, dass die Bäume nicht schützenwert seien, davon überzeugte sich der Ausschuss bei der Ortsbesichtigung, trotzdem lehne er den Vorschlag ab. Damit der V-Markt seine Fläche überhaupt erweitern darf, braucht er einen neuen Bebauungsplan, das hat zuvor das Landratsamt festgelegt, berichtete Angeringer. So stimmten die Stadträte zwar einstimmig dafür, die Bäume nicht zu fällen, wollen aber das Gespräch mit den Bauwerbern suchen. Lösungen finden Der teilweisen Nutzungsänderung der EWR-Gebäude an der Lechhalde und der Spitalgasse zu Wohnräumen hat der Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am vergangenen Dienstag zugestimmt. Dabei diskutierten die Stadträte die neuen Umbaupläne für die ersten zwei Gebäude. Die alten Pläne hatte zuvor die Denkmalschutzbehörde und der Heimatpfleger abgelehnt. Nun sollen laut Bauamtsleiter Armin Angeringer kleinere Loggien für genügend Helligkeit in den Etagen sorgen. Für die von dem Denkmalschutzbehörde kritisierten Loggien im Giebel muss allerdings noch eine Lösung gefunden werden. Dass der Architekt aber „in dieser Richtung weiter arbeiten soll“, wie der Bürgermeister Paul Iacob (SPD) meinte, bestätigte der Ausschuss mit 7:3 Stimmen.

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