Bilanz 2019: 178 Windeneinsätze für den Hubschrauber der ADAC Luftrettung

1.319 Alarme für "Christoph Murnau"

Experten beim Windeneinsatz: Der Hubschrauber „Christoph Murnau“ der ADAC Luftrettung verzeichnet mit 3.000 Windeneinsätzen seit 1999 die meisten von allen ADAC-Hubschraubern. 2019 kam die Winde 178 Mal zum Einsatz.
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Experten beim Windeneinsatz: Der Hubschrauber „Christoph Murnau“ der ADAC Luftrettung verzeichnet mit 3.000 Windeneinsätzen seit 1999 die meisten von allen ADAC-Hubschraubern. 2019 kam die Winde 178 Mal zum Einsatz.

Murnau – Im vergangenen Jahr starteten die Crews des Murnauer Hubschraubers der gemeinnützigen ADAC Luftrettung zu 1319 Rettungsflügen. Damit nahm das Einsatzaufkommen um 6,8 Prozent zum Vorjahr ab.

1039 Alarme (78,8 Prozent) waren so genannte „Primäreinsätze“: In diesen Fällen hatte „Christoph Murnau“ die reine Funktion des Notarztzubringers oder die Crew übernahm neben der Behandlung zusätzlich den Kliniktransport. 130 Einsätze (9,9 Prozent) waren Sekundärtransporte, bei denen ein Patient von einem Krankenhaus niedriger Versorgungsstufe in ein Spezialklinikum mit erweiterten Therapiemöglichkeiten gebracht wurde. 38 Flüge waren sonstige Einsätze.

Die häufigsten Ursachen der Einsätze waren mit 49 Prozent Verletzungen nach Unfällen. Dazu gehören Freizeit-, Sport-, Schul- und Verkehrsunfälle. „Christoph Murnau“ kommt jedem zweiten Patienten in Folge einer Verletzung zu Hilfe – so häufig wie sonst kein anderer Hubschrauber der ADAC Luftrettung in Deutschland. Mit 16 Prozent folgen neurologische Notfälle, wie beispielsweise Schlaganfälle und mit 14 Prozent Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Unter den versorgten Patienten waren 2019 mit 58 Prozent wieder etwas mehr Männer als Frauen. Neun Prozent der Patienten waren Kinder oder Jugendliche.

Windeneinsätze der „Christoph Murnau“ 

Als eine von vier Maschinen der ADAC Luftrettung ist „Christoph Murnau“ mit einer Seilwinde zur Rettung in den bayerischen Alpen oder in unwegsamem Gelände ausgerüstet. Im Jahr 2019 kam das Verfahren 178 Mal zum Einsatz, zusammen mit den anderen drei bundesweiten ADAC Windenstationen München, Straubing und Sande (Niedersachsen) insgesamt 306 Mal, was einer deutlichen Zunahme dieser Spezialeinsätze um vier Prozent entspricht. Seit 1999 ist die Murnauer Maschine mit der Rettungswinde ausgerüstet. In den vergangenen 20 Jahren kam das Verfahren über 3000 Mal erfolgreich zur Anwendung, damit ist „Christoph Murnau“ Deutschlands Windenhubschrauber Nummer eins. kb

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