Klinikum zum Anfassen

1600 Besucher beim Tag der offenen Tür im Klinikum Garmisch-Partenkirchen

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Marion Gerloff, Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie, zeigte ihren Arbeitsplatz.

GAP –„Ich habe eine Schilddrüsenerkrankung und möchte mich informieren“, sagt eine Seniorin. Mit ihrem Mann besuchte sie den „Tag der offenen Tür“ im Klinikum Garmisch-Partenkirchen, der anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Einrichtung veranstaltet wurde.

Vielleicht hat sich die Seniorin eine „Sonographie der Schilddrüse“ angeschaut, vorgeführt in der Fachabteilung „Innere Medizin“. Die drei Schülerinnen Alicia, Linda und Emily würden gerne ein Praktikum im Klinikum machen. Auch sie informierten sich beim Tag der offenen Tür. Unter dem Motto „Klinikum zum Anfassen“ hat das Krankenhaus eine Vielzahl von Mitmach-Aktionen, Kurzvorträgen, Workshops, Informationsständen, Führungen und Foren seinen Gästen geboten.

Rund 1600 Besucher nutzten die Gelegenheit, an 47 Stationen einen Einblick in die „Welt der modernen Medizin“ und des Krankenhausbetriebes zu bekommen. „Bühnentalks“ mit den Chefärzten und der Pflegedirektion fanden in der Magistrale, moderiert von Jürgen Rixgens, statt. „Wir müssen das hohe medizinische und pflegerische Niveau halten und ausbauen“, sagt Bernward Schröter, Geschäftsführer des Klinikums, gefragt nach der Zukunft des Klinikums. Wichtig sei es, Netzwerke auszubauen und Kooperationen einzugehen. Aber auch Nachwuchs- und Personalgewinnung sind von zentraler Bedeutung. Das Krankenhaus ist der größte Arbeitgeber der Region. Es gibt sogar einen eigenen Betriebskindergarten mit 115 Plätzen, der von 5.45 Uhr bis 20 Uhr täglich geöffnet ist und keine Schließtage hat. Auch Personalwohnungen befinden sich auf dem Gelände.

Pflegerische und medizinische Abteilungen – das Klinikum verfügt über 18 verschiedene Fachabteilungen – vermittelten den Besuchern einen Einblick ihres „Leistungsspektrums“ im Rahmen eines „Erlebnisweges“. So werden im „Ambulanten OP-Zentrum“ 2000 chirurgische Eingriffe pro Jahre vorgenommen. Unfallchirurg Christoph Mößmer zeigte eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) an einem Kniemodell. „2500 Knie- und Hüftendoprothesen werden pro Jahr eingesetzt“, erklärt Dr. Christian Fulghum, Chefarzt der endogap Klinik für Gelenkersatz. 75 Prozent der Patienten stammen nicht aus Region. In der Gynäkologie-Fachabteilung informierte Dr. Christine Stör, dass neben konservativen Therapiemöglichkeiten die „schonende minimal invasive Chirurgie“ ein Schwerpunkt sei. An Brusttastmodellen konnte man einen Knoten ertasten. Zahlreiche Besucher nahmen auch an der Führung durch das Herzkathederlabor teil. Auf einem Monitor wurde das Einlegen einer Gefäßstütze (Stent) gezeigt. Im Zentrum für Geriatrie und Alterstraumatologie konnten die Gäste in einen Alterssimulationsanzug schlüpfen. Das Hör- und Sehvermögen, die Koordination von Armen und Beinen ist eingeschränkt und das Laufen unsicher.

Die Besucher konnten eine Fülle von Informationen mit nach Hause nehmen. Zuvor jedoch eine Stärkung im Patientengarten einnehmen. Denn für das leibliche Wohl war dort bestens gesorgt.

von Astrid Klammt

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