Teilnehmer waren von beiden Wanderrouten begeistert

Tag und Nacht auf den Füßen

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Bürgermeister Hansjörg Zahler und Bernd Cernin gaben den Startschuss.

Isartal –Die 24-Stunden-Trophy, die bekannte Wander-Event-Reihe, hatte ihr Programm für Langzeitwanderer erweitert, das vom Frühjahr bis zum Herbst allen „Wandervögeln“ in sechs ausgesuchten Regionen vom Schliersee übers Allgäu, vom Harz bis zu einer Etappe im österreichischen Saalbach die Möglichkeiten bot, auf ausgebauten Wanderwegen exzellente Landschaftsregionen kennenzulernen.

Das Motto dieser 24-Stunden Trophy ist das Naturerlebnis für Körper und Seele und es geht auch darum, die eigenen Grenzen zu erfahren und damit umzugehen.

Die Isartaler Tourismus GmbH Alpenwelt Karwendel (AWK), beteiligte sich an der Trophy vom 6. bis 8. Oktober. Zwei Wandervarianten wurden dafür ausgearbeitet. Ein 24-Stunden-Weg und eine 12-Stunden-Strecke.

125 Teilnehmer im Alter von ca. 20 bis 70 Jahren nahmen die 24-Stunden-Wanderung von 67 km mit 2.300 Höhenmetern Steigung in Angriff und 115 Teilnehmer erwanderten in 12 Stunden die 31 km mit 1.625 Höhenmeter Steigung. Der Wallgauer Bürgermeister Hansjörg Zahler hatte am Haus des Gastes, dem Ausgangspunkt und Ziel der Veranstaltung, den Startschuss zur Veranstaltung gegeben. Ihm zur Seite stand Moderator Bernd Cernin von den „grassl-events“ und Geschäftsführerin Sabrina Blandau von der Alpenwelt Karwendel sowie als VIP der einstige Weltklasse Langläufer Peter Schlickenrieder. Die Wandergruppe verschwand fröhlich Richtung Finzalm, um dann den anspruchsvollen Aufstieg zum Krottenkopf zu beginnen bis zur Weilheimer- oder Krottenkopfhütte, der höchst gelegenen Hütte der bayerischen Voralpen.

Nach einem Mittagessen ging es zur zweiten Etappe durchs Estergebirge an der Hohen Kiste vorbei Richtung Wallgauer Hausberg, dem Simetsberg. Zurück am Haus des Gastes erfolgte dann der Start zur Nachtwanderung über die Krün-Mittenwalder Bucklwiesen, weiter zur Leutschklamm, Lauter- und Ferchensee, Schloss Elmau. Zur Frühstückszeit war man dann am Barmsee. Am Zielpunkt in Wallgau gab es eine fröhliche Begrüßung und viele Urkunden.

Die 12-Stunden-Wanderer waren am Abend ebenfalls wohlbehalten beim Ziel in Wallgau angelangt. Die Teilnehmer beider Gruppen kamen müde, aber glücklich zurück. Nur fünf Wanderer aus der 24-Stunden-Gruppe hörten früher auf.

Auch das Wetter hatte mitgespielt: Kein Regen, ein wenig Schneematsch in den Höhen und ab und zu ein Sonnenstrahl. Doch wer geht schon nachts durch den Wald, wenn das Käuzchen ruft, der Fuchs vorbeischleicht, die Bäume flüstern und es im Unterholz geheimnisvoll raschelt. Das ist eben das Besondere und der „Kick“, den die Teilnehmer suchen und erleben. Und wenn der Mann im Mond dann noch zur Erde winkt, ist man zufrieden und vollkommen glücklich.

von Kornelia Wehmeier

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