Der Mittenwalder Thomas Dreßen landet auf Rang sieben und ist zufrieden

Beat Feuz gewinnt die Abfahrt auf der Kandahar

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Thomas Dreßen kam auf Rang sieben.

GAP – Beat Feuz ist derzeit fast nicht zu schlagen. Erster in Wengen, Erster in Garmisch-Partenkirchen – nur in Kitzbühel hat der Schweizer die Abfahrt nicht gewonnen. Hier wurde er Zweiter, weil ein gewisser Thomas Dreßen einen historischen Sieg feierte. Auf der Kandahar schaffte der frisch gebackene Streif-Sieger einen guten siebten Rang.

Der 24-Jährige war mit seiner Leistung beim Heim-Weltcup „schon zufrieden“. Er bestätigte seine gute Form bei der letzten Abfahrt vor den Olympischen Winterspielen Feuz gewann vor Vincent Kriechmayr aus Österreich und Dominik Paris aus Italien, die beide zeitgleich auf Rang zwei landeten.

„Wenn ich nicht zufrieden wäre, dann gehörte ich geschlagen“, sagte Dreßen auf seine sympathische Art, der 53 Hundertstel Sekunden langsamer war als Feuz. „Die, die vor mir sind, sind ja keine Nasenbohrer.“ Für Deutschlands besten Abfahrer war es die sechste Top-Ten-Platzierung dieser Saison.

Feuz kam entschieden besser als im Training zurecht. „Ich war angefressen über mich selber, dass ich die Verhältnisse beim Training unterschätzt habe“, gab der Sieger zu. Er wählte im Rennen eine weite, aber schnelle Linie. Eine furiose Fahrt im unteren Streckenabschnitt mit einem hohen Satz im Freien Fall führte ihn ganz nach oben auf das Siegerpodest. Nur der Österreicher Vincent Kriechmayr brachte ihn noch zum Zittern, nach deutlicher Zwischenbestzeit konnte er aber dem Sieger nicht mehr Paroli bieten. Mit 18 Hundertstelsekunden Rückstand erreichte er Rang zwei, zeitgleich mit Dominik Paris. Der Italiener hatte vor dem Freien Fall etwas zu viel Tempo herausgenommen, sonst wäre noch mehr drin gewesen. „Ich bin eine Linie gefahren, den sich andere wohl auch so angesehen haben, aber mir ist sei einfach besser gelungen. Das im müden Zustand umzusetzen, war die Schwierigkeit“, sagte der amtierende Weltmeister aus der Schweiz. Lange musste Feuz warten, bis der Sieg feststand. „In der Leaderbox war es schon ein bisschen nervig“, sagte der Schweizer. „Aber ich war in den ersten Zwischenzeiten wohl hinter Svindal und habe unten beim Freien Fall unglaublich viel aufgeholt. Unten ist mir wohl eine sehr gute Linie geglückt.“

von Titus Fischer

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