Abschied vom George C. Marshall Center

Wie können die Grenztruppen in Zentralasien besser zusammenarbeiten? Ist es möglich, den Drogentransport aus Afghanistan stärker einzudämmen? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigen sich die Angehörigen des George C. Marshall Centers in Garmisch-Partenkirchen. Als höchster deutscher Repräsentant des bilateralen Institutes war Generalmajor a.D. Justus Gräbner dort lange Jahre tätig. Am gestriegen Dienstag hieß es nun, Abschied nehmen.

An der Spitze des Institutes steht neben dem US-Direktor, Dr. John P. Rose, ein Deutscher Vertreter des Bundesministeriums der Verteidigung. Lange Zeit war das Generalmajor a.D. Gräbner. Er war vor seiner Verwendung in den bayrischen Alpen der Befehlshaber des Wehrbereichskommandos IV in München und somit der höchste Vertreter der Bundeswehr in Bayern und Baden-Württemberg. „Die Zeit am Marshall Center war ein weiterer Höhepunkt und ein schöner Abschluss meines aktiven Arbeitslebens.“ resümiert der zwei Sterne General. „Die vielfältigen Be- gegnungen und der Gedankenaustausch mit Menschen aus vielen Ländern weltweit und die interkulturellen Erfahrungen haben mir persönlich viel gegeben und meinen Horizont erneut erweitert.“ Im Oktober 2007 stellte sich General Gräbner der neuen Aufgabe als „Deutscher Stellvertretender Direktor“ des Marshall Centers und arbeitete seither eng mit Vertretern aus zahlreichen Nationen am Institut zusammen. Darüber hinaus ist General Gräbner Experte in Außen- und Sicherheitspolitischen Angelegenheiten insbesondere im Zusammenhang mit Energiesicherheit im Europäischen und Eurasischen Raum. Als höchster deutscher Repräsentant des bilateralen Institutes war der ehemalige Generalmajor der Bundeswehr viel unterwegs: Berlin, Washington und die Hauptstädte in Zentralasien waren immer wieder wichtige Anlaufpunkte. Doch nicht nur Gräbners Expertise war gefragt. Alle Mitarbeiter des Centers haben ihren Deutschen Stellvertretenden Direktor ins Herz geschlossen und wussten seine ehrlich direkte Art sowie seinen humorvollen Umgang mit ihnen zu schätzen. Das gesamte Marshall Center bedauert seinen Abschied. Er selbst, trauert zwar auch der Zeit am Marshall Center hinterher, freue sich aber auch auf die nächsten Jahre vor Ort. „Ich werde den Ruhestand gemeinsam mit meiner Frau und meiner Familie genießen“, lächelt Generalmajor a.D. Gräbner. „Ich bin ein leidenschaftlicher Bergwanderer und begeisterter Skilangläufer. Das werde ich wohl in den nächsten Jahren zu meiner Hauptaufgabe machen“

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