AfD-Spitzenkandidat Gauland im Rassen

Friedliche Demo gegen AfD am Samstag

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Dr. Alexander Gauland spricht am Samstag im Gasthof "Zum Rassen".

GAP– AfD-Spitzenkandidat Dr. Alexander Gauland sorgte letztes Jahr mit dem Satz „Die Leute finden ihn als Fußballspieler gut. Aber sie wollen einen Boateng nicht als Nachbarn haben“ für große Aufregung. Auch mit seiner Äußerung von Ende August, dass die Integrationsministerin Aydan Özoguz „aus Deutschland auszuweisen und in der Türkei zu entsorgen“ sei, machte er Schlagzeilen.

Die Stadt Nürnberg will ihm nun sogar ein Redeverbot erteilen und hat den Mietvertrag mit der Partei gekündigt. Martin Sichert, Vorsitzender des AfD-Kreisverbandes Nürnberg-Nord, hat beim Verwaltungsgericht Ansbach einen Antrag eingereicht. Er will im Eilverfahren erreichen, dass die Stadt Nürnberg der AfD am Samstag die Meistersingerhalle überlassen muss.

Redeverbot bekommt der Spitzenkandidat für die Bundestagswahl hier nicht. Er ist der dritte AfD-Politiker, nach Frauke Petry und Beatrix von Storch, der in den Gasthof „Zum Rassen“ kommt. Am Samstag, 9. September, ab 19 Uhr, spricht er über das Thema: „Was will und was kann die Alternative für Deutschland.“

Demo geplant

„Gemeinsam für Demokratie und Freiheit!“, unter diesem Motto organisieren Dorothee Sührig und Elisabeth Koch gemeinsam einen Protest gegen den Besuch von Alexander Gauland in Garmisch-Partenkirchen. Am heutigen Samstag, ab 17 Uhr, wollen sie zusammen mit allen demokratischen und freiheitlichen BürgerInnen die Rhetorik der AfD symbolisch entsorgen. Jede/r ist aufgefordert, besonders entlarvende Zitate beliebiger AfD Politiker mitzubringen. Diese werden vorgelesen und in einem Müllcontainer entsorgt.

„Wir wollen die Rhetorik der AfD entlarven und zeigen, wie menschenverachtend sich die Mitglieder dieser selbsternannten Alternative äußern und agieren. Bei unserem friedlichen Protest stehen wir als DemokratInnen gemeinsam für die freiheitlichen Werte unserer Gesellschaft ein“, so Dorothee Sührig. 

Elisabeth Koch betont ausdrücklich, dass dieser Protest gegen die AfD ein rein privater ist und nichts mit Parteizugehörigkeit zu tun hat. „Solange ich nur irgendwie kann, werde ich mich gegen rechtes Gedankengut stellen – gut, dass die örtlichen selbsternannten Alternativler dies fürchten. Merkt Euch: Ihr habt einen Gegner und dies parteiübergreifend“, ist ihre Reaktion auf einen schmähenden Post auf Facebook aus den Reihen der AfD.

Die Organisatorinnen wünschen sich eine friedliche und bunte Demonstration und weisen darauf hin, dass der Protest ab 19 Uhr still wird, um den dann stattfindenden Gottesdienst nicht zu stören.

Von Alma Jazbec

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