Zusammenhalt der Garmisch-Partenkirchner Gastronomen und Hotelliers ist phänomenal

Aktion „Gedeckter Tisch“ im Skistadion

Gedeckter Tisch
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Durch die Kampagne „Gedeckter Tisch“ erhoffen sich die Gastronomen und Hotelliers, dass sie diesmal bei den Öffnungsszenarien berücksichtigt werden.

GAP – Ein frisch gedeckter Tisch mit Servietten, Maßkrügen, Brezen und Tellern - fehlen nur noch Gäste. Darauf, dass diese wieder an den Tischen Platz nehmen dürfen, warten die Gastronomen und Hotelliers nun schon seit dem 2. November. Um ein Zeichen zu geben und dem Warten hoffentlich bald ein Ende zu setzen, initiiert Daniel Schimmer, Kreisvorstand und Manager des Bio-Hotels Garmischer Hof, die Teilnahme an der Aktion „Gedeckter Tisch“.

Deutschlandweit protestierten Hotelliers und Gastronomen für eine Öffnungsperspektive ihrer Betriebe. Am vergangenen Freitagnachmittag versammelten sich, ebenfalls im Rahmen der Aktion »Gedeckter Tisch«, über 40 Betriebe aus Garmisch-Partenkirchen, um mit einer Inszenierung im Skistadion auf sich aufmerksam zu machen. Schimmer äußert sich so zum Verlauf der Aktion: „Es war phänomenal zu sehen, wie groß der Zusammenhalt in Garmisch-Partenkirchen ist.“

Ziel der Kampagne ist es, im Vorfeld der nächsten Bund-Länder-Gespräche am 3. März den Druck auf die politischen Entscheidungsträger zu erhöhen, damit die Branche bei etwaigen Öffnungsszenarien mit berücksichtigt wird. Schimmer spricht am Freitag von einem „Ende der Perspektivlosigkeit“. Die Betriebe des Gastgewerbes haben während der Öffnungen von Frühjahr bis Herbst 2020 bewiesen, dass ihre Hygienekonzepte funktionieren – in allen Betriebsteilen, innen und außen, während der gesamten betrieblichen Öffnungszeiten. Angela Inselkammer, Präsidentin der DEHOGA Bayern, stellt angesichts des aktuellen Corona-Infektionsgeschehens fest: „Die Maßstäbe, die für Öffnungen in anderen Branchen gelten, wie z. B. Einzelhandel oder auch Baumärkte, müssen auch für das Gastgewerbe gelten. Einen fortgesetzten Teil-Lockdown, also weitgehende Schließungen als Dauerzustand, während andere öffnen dürfen, akzeptieren wir nicht.“

Um der Aktion eine möglichst große mediale Präsenz zu geben, hat Radio Oberland einen Kurzfilm aus Interviews mit den Betroffenen produziert. Dabei hört man immer wieder heraus, dass die zwei Corona-Lockdowns die Branche hart getroffen haben. Oft ist die Rede von Existenzängsten. Auch Elisabeth Koch, 1. Bürgermeisterin von Garmisch-Partenkirchen, setzt sich für die Aktion ein: „ Das sind meine Leute, meine Gastronomen da draußen und ich kann nicht länger mit ansehen, dass sie ohne Perspektiven da stehen.“ Der zusammengeschnittene Kurzfilm wird ab heute Abend, 1. März, auf den Social-Media-Kanälen der Hotelliers und Gastronomen zu finden sein. „Alle die unterstützen wollen, können das Video gerne weiter teilen“, so Daniel Schimmer. fzi

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