Aktive Eishockeykarriere beendet – Andreas Raubal wird Co-Trainer

Andreas Raubal beendet seine Karriere. Foto: Thomas Sehr

Andreas Raubal hat wie Sepp Lehner seine Schlittschuhe an den Nagel gehängt. Der Hammersbacher beendet seine Eishockeykarriere. „Irgendwann muss einfach einmal Schluss sein. Der Titelgewinn in der Oberliga war ein schöner Schlusspunkt“, sagt der Verteidiger. Im Gegensatz zu Lehner bleibt Raubal dem Eishockeysport verbunden. Er wird neuer Co-Trainer beim SC Riessersee und damit Nachfolger von „Buale“ Hartelt.

Der Kapitän der Meistermannschaft von 1978 stellte sich vor sechs Jahren als Co-Trainer zur Verfügung und will nun mit 63 Jahren kürzer treten. Er war unter folgenden Trainer Assistenzcoach: zunächst unter Andreas Brockmann in der Oberliga, als dieser die Werdenfelser im Herbst 2005 nach der Entlassung von Georg Holzmann übernahm. Auch als Brockmann nach dem Aufstieg in die 2. Bundesliga aufhörte, blieb Hartelt und wurde Co-Trainer unter Marcus Bleicher. In der zweiten Saison in Liga zwei behielt er diesen Job auch unter Kim Collins und Gerhard Brunner, der aus familiären Gründen am Ende der Spielzeit aufhörte. 2009 kam Maurizio Mansi zum SCR, auch hier war Hartelt der Assistenztrainer, wie in der vergangenen Oberligasaison unter Bleicher. Raubal war in der vergangenen Saison in der Hauptrunde mit 17 Skorerpunkten – zwei Toren und 15 Assists – hinter Sepp Lehner und Josef Staltmayr drittbester Punktesammler bei den Weiß-Blauen. Auch in den Play-offs war der Hammersbacher punktemäßig die Nummer drei. Neben Tim Regan, Christian Mayr, Josef Staltmayr und Andreas Feuerecker war er einer der wenigen Spieler, der in allen Begegnungen der abgelaufenen Spielzeit auf dem Eis stand und das obwohl er sich die Nase gebrochen hatte. Es war seine erste Saison nach der Rückkehr zu seinem Heimatverein, bei dem „Mountain-Man“, wie sein Spitzname lautet, alle Nachwuchsteams durchlaufen hatte. In der Saison 1991/92 schnupperte der gelernte Zentralheizungs- und Lüftungsbauer erstmals Luft in der ersten Mannschaft, die in der Aufstiegsrunde der 2. Bundesliga Rang acht belegte. Ein Jahr später stieg er mit dem SCR in die Oberliga ab. Im der entscheidenden Play-off Runde gewann der SCR nur das erste Spiel gegen Landsberg mit 4:3 nach Verlängerung, es folgten zwei Niederlagen mit 2:6 und 1:6. Raubal blieb beim den Werdenfelsern und trat mit ihm auch in der Saison 1995/96 in der Deutschen Eishockey Liga an, hier gelang ihm sogar ein Treffer. Nach der Saison 2000/01 verließ der Hammersbacher seinen Heimatverein und wechselte in die Deutsche Eishockey Liga zu den Krefeld Pinguinen. Mit den Westdeutschen gelang ihm 2003 der große Coup: Als Sechster in die Play-offs gestartet holten sie nach 51 Jahren wieder den Meistertitel nach Krefeld. 2004 wechselte der Verteidiger nach Essen. Mit den Moskitos entrann er zweimal gerade noch dem Abstieg aus Liga 2, ehe er 2006 zum EHC München kam. Dort hatte er sich in der letzten Saison zusammen mit Chris Bahen das Kapitänsamt geteilt. Beim Gewinn der Meisterschaft in der 2. Bundesliga musste Raubal, der schon Michele Platini um ein Autogramm anbettelte und dessen Glücksbringer sein Ehering ist, allerdings zuschauen, da er sich zunächst im Dezember am Innenbad des linken Knies und dann bei seinem Comeback noch schwerer am rechten Knie verletzt hatte, als sowohl der Knorpel, der Meniskus, das Innen- sowie das Kreuzband betroffen waren. Im Jahr zuvor wurde er mit dem Team aus der Landeshauptstadt DEB-Pokalsieger. Nun also machte der 36Jährige mit der SCR-Meisterschaft das Triple perfekt. Er ist nur einer von wenigen Eishockespielern, die sich sowohl Meister der Oberliga, der 2. Bundesliga und der DEL nennen können. In der Wochenendausgabe des KREISBOTEN lesen Sie ein ausführliches Interview mit Raubal.

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