Alles eine Frage der Balance – Wagemutiger Weltrekord in 3000 Metern Höhe

Seilartist Freddy Nock tanzte schon 2009 über die Tragseile der Gletscherbahn. Foto: BZB AG

Am Samstag, 20. August, liegt Spannung in der Luft, wenn Freddy Nock ab 16 Uhr einen weiteren Weltrekord auf Deutschlands höchstem Berg in Angriff nimmt. Der weltbekannte Seilläufer wagt sich für den Auftakt seines Projektes „7 Rekorde in 7 Tagen“ nach 2009 nun zum zweiten Mal auf eines der vier Tragseile der Gletscherbahn in Richtung Zugspitzgipfel.

Ohne Sicherung – und diesmal auch ohne Balancierstange – will der 46-Jährige die 995 Meter auf dem lediglich 50 Millimeter dicken Seil überwinden. Seine aufsehenerregende Rekordjagd führt ihn anschließend auf sechs weitere Berge in Deutschland, Österreich und der Schweiz und kommt der „Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not“ zugute. Nachdem Nock bereits 2009 mit seinem sensationellen Balanceakt auf einem der vier Tragseile der Gletscherbahn für Furore sorgte, hat sich der Schweizer in diesem Jahr vorgenommen, die Strecke über eine Höhendifferenz von 348 Metern wieder komplett ungesichert zu bewältigen. Außerdem wird er dieses Mal den 995 Meter langen Weg von der Tal- zur Bergstation ohne Balancierstange zurück legen – eine Steigerung der Schwierigkeit. Ein solcher Seillauf wäre natürlich auch ein weiterer unerreichter Meilenstein in Nocks schier endloser Rekordliste. Die Kommunikationsmanagerin der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG, Eva-Maria Greimel, freut sich schon sehr auf das eindrucksvolle Sommer-Event: „Freddy Nock hat unser vollstes Vertrauen. Sein Weltrekord vor zwei Jahren war bereits atemberaubend und wir erwarten seinen Auftritt bereits voller Spannung. Wir sind uns sicher, dass er einmal mehr das Unmögliche möglich machen wird.“ Mit dieser Aktion wollen die BZB und Freddy Nock die Arbeit der „Stiftung UNESCO – Bildung für Kinder in Not“ stärker ins öffentliche Bewusstsein rufen und so hoffen sie natürlich auf zahlreiche Zuschauer. Jeder gelaufene Meter des Schweizers soll helfen, Spendengelder zu sammeln. Interessierte, die diesen Weltrekordversuch nicht verpassen wollen, können sich ab 16 Uhr nicht nur von der Tal- und Bergstation der Gletscherbahn vom Wagemut des Seilartisten überzeugen. Auch von den Terrassen des Gletscherrestaurants SonnAlpin und des Gletschergartens sowie der Gipfelterrasse und Deutschlands höchstem Biergarten hat man einen exklusiven Blick auf das Spektakel. Sollte das Wetter nicht mitspielen, wird der Weltrekordversuch auf den 21. August verschoben. Die Veranstaltung auf der Zugspitze bildet den Auftakt von Nocks Rekordserie „7 Rekorde in 7 Tagen“, die den 46-Jährigen bis zum 27. August auf sechs weitere Alpengipfel in Deutschland, Österreich und der Schweiz führen wird. Dabei wird Nock nicht nur den steilsten Seillauf, den längsten Seillauf mit einem Fahrrad und den höchstgelegenen Seillauf talabwärts, sondern auch die längste Wasserüberquerung auf einem Seil in Angriff nehmen.

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