Alles klar für den Schulstart

Schulrätin Karin Reichelmeier (links) und Schulamtsdirektorin Anneliese Willfahrt haben ihre Hausaufgaben für den eben erfolgten Schulstart gemacht. Foto: Ilka Trautmann

Schulamtsdirektorin Anneliese Willfahrt und Schulrätin Karin Reichelmeier sehen dem Schulstart im Landkreis zufrieden entgegen. Die Personalausstattung erlaubt mehr Lehrerstunden als nötig, die „der Situation entsprechend bedarfsspezifisch zugewiesen werden“; außerdem ist die durchschnittliche Klassenstärke ebenfalls in Ordnung.

„Natürlich gibt es auch große Klassen, so in Großweil und in Uffing, wo wir an der Grenze sind, und ich kann verstehen, dass die Eltern darüber nicht glücklich sind. Aber über den Landkreis betrachtet, ist die Klassenbildung sehr gut.“ In Zahlen bedeutet das, dass der Klassendurchschnitt bei 21,17 Schülern liegt, die Hälfte der Klassen hat sogar nur eine Stärke bis zu 20 Schülern. Trotz eines generellen Schülerrückgangs gibt es weiterhin 21 Schulen im Landkreis. Im Bereich der Weiterentwicklung der Hauptschulen zu Mittelschulen „wurde ein Prozess zum Abschluss gebracht, der im Einvernehmen aller Beteiligten zu den Verbänden Nord mit den Mittelschulen Murnau, Bad Kohlgrub, Oberammergau, Oberau und Süd mit der Garmischer Bürgermeister-Schütte-Mittelschule, Am Gröben und der Mittelschule Mittenwald geführt hat. Jetzt gilt es hier, die inhaltliche Qualität weiterzuführen“, erklärt Anneliese Willfahrt. Schulrätin Karin Reichelmeier verweist im Grundschulbereich auf die Möglichkeit der jahrgangskombinierten Klassen, die ausgedehnt wurden, „dort wo es im ländlichen Raum erforderlich war, aber auch dort, wo es von den Eltern gewünscht wurde.“ Diese Unterrichtsform hat sich im Landkreis bereits bewährt und aktuellen Studien zufolge konnte jetzt auch der pädagogische Nutzen dafür nachgewiesen werden. Mit angepassten Lehrplänen will man künftig dieser Unterrichtsform noch mehr Rechnung tragen. Neu ist ab diesem Jahr, dass die Grundschule Oberau das „Schulprofil Inklusion“ erworben hat. Dies fußt auf einer verstärkten Kooperation mit dem Förderzentrum Farchant; 11 Kinder werden in Oberau derzeit in den Klassen 1 bis 4 mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet. „Mit der Inklusion (Teilhabe behinderter Menschen) wird auch der Elternwille gestärkt“, fasst Reichelmeier zusammen. Jedes Kind mit einer Behinderung und einem entsprechend besonderen Förderbedarf kann auf Wunsch zunächst in seine Sprengelschule gehen. Reichen die Möglichkeiten der Förderung hier nicht aus, kommt die Grundschule Ober-au in Frage, für die zusätzliche Lehrstunden entsprechender Fachkräfte eingerichtet wurden. Reicht auch diese Förderung nicht aus oder ist bei körperlicher Behinderung eine spezielle Ausstattung nötig, ist in enger Absprache mit den Eltern und Lehrkräften der Übertritt ins Förderzentrum Farchant angezeigt.

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