Anlage am Kolben ist verkauft – Übernahme der Doppelsesselbahn und der Kolbenhütte am 1. November

Die Kolben-Besitz-GmbH & Co. KG möchte, dass sowohl Gäste als auch Einheimische von ihren Ideen und Investitionen am Kolben profitieren. Foto: Kolben-Besitz-GmbH & Co. KG

Die Anlagen am Kolben werden bald nicht mehr Eigentum der Gemeinde sein. Darüber hat die Kolben-Besitz-GmbH & Co. KG, die seit Mitte April rechtmäßiger Besitzer ist, in einer Pressemitteilung informiert. Die Gesellschaft wurde gegründet von Bürgern aus Ober- und Unterammergau und den Ettaler Klosterbetrieben GmbH. Beteiligt an der Firma sind derzeit: Ettaler Klosterbetriebe GmbH, Klement Fend, Michael Gansler, Konrad Gerold sen., Markus Gerold, Josef Köpf, Ernst Maderspacher jun., Hannelore Maderspacher und Anton Mangold.

Nachdem die Gemeinde im September 2009 den Entschluss fasste, die Anlage zu privatisieren und zum Verkauf ausgeschrieben hatte, entschied der Gemeinderat nach Verkaufsverhandlungen der Kolben-Besitz-GmbH den Vorzug vor anderen Bewerbern zu geben. Somit gehören der GmbH nun Kolbensattelhütte mit Inventar und Mobiliar, die Doppelsesselbahn, Skischlepplifte I & II, Maschineneinrichtungen und Gerätschaften sowie die Beschneiungsanlage samt allen zugehörigen Einrichtungen. Nicht erworben wurden die Grundstücke und die dazugehörigen Gebäude an der Talstation. Der Anlass für den Kauf war für die Eigentümer-Gesellschaft zuvorderst, dass die Anlage in den Händen von Ober- und Unterammergauer Bürgern verbleiben kann. Deren persönliches Verantwortungsgefühl für den Heimatort sei größer als das fremder Investoren, die unter Umständen vorrangig an hohen Renditen interessiert sind und leichter den Ort wieder verlassen können. Investitionen der Gemeinde dauerhaft zu erhalten, die Attraktivität des Kolbens für Gäste und Einheimische zu steigern und dadurch auch Arbeitsplätze vor Ort zu schaffen – eines der großen Standbeine Oberammergaus sei der Tourismus – sei ebenso ein Grund für den Erwerb gewesen sowie der direkte Einfluss darauf, welche Investitionen am Kolben getätigt werden. Schon jetzt werden Pläne geschmiedet, was unternommen werden soll. An der Kolbensattelhütte soll mehr Platz geschafft werden durch einen charakterlich passenden Anbau nach Süden, bei dem auch die Küche verbessert wird. Die Hütte soll danach auch in Eigenregie mit regionalen Produkten bewirt- schaftet werden. Als großen Schwachpunkt erachtet die Kolben-Besitz-GmbH das mangelnde Angebot im Sommer. Deshalb wird eine schienengeführte Rodelbahn vom Kolbensattel bis ins Tal geplant und ein Klettergarten. Auch einen Berg-Spielplatz auf dem Kolbensattel und einen Barfußwanderweg könne man sich gut vorstellen. Dies sind Schritte hin zur Vision, das bestehende Ski- und Wandergebiet am Kolben in Oberammergau zu einem ganzjährig geöffneten Sport-, Abenteuer-, Erholungs-, Hütten- und Familienparadies in den Ammergauer Alpen zu entwickeln.

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