Überproportionale Zunahme hängt mit der illegalen Migration zusammen

Anstieg der Straftaten

+
Die Überproportionale Zunahme hängt mit der illegalen Migration zusammen.

Region – In der vergangenen Woche legte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd die Kriminalstatistik 2016 vor. Mit 213.354 Straftaten in den neun Landkreisen ist die registrierte Kriminalität um 116,9 % angestiegen. Diese Entwicklung ist fast ausschließlich auf die überproportionale Zunahme ausländerrechtlicher Straftaten im Zuge der illegalen Migration zurückzuführen.

Bedeutsame Entwicklungen 

• Bereinigt um diese Fälle, wurden im vergangenen Jahr 52.546 Straftaten (2015: 48.408) verzeichnet; ein Anstieg um 8,5 % bei der Gesamtkriminalität. 

• Bei der Gewaltkriminalität ist ein starker Anstieg um 14,9 % auf 1.685 Fälle erfasst, gleichzeitig gelang es hier, die Aufklärungsquote nochmals um 2,7 Prozentpunkte auf gute 85,5 % zu verbessern. 

• Bei den Wohnungseinbrüchen ist mit -14,3 % ein Rückgang um 84 auf 502 Fälle zu verzeichnen. 

• 2.939 Einsätze in und an Asyl­unterkünften (2015: 1.701; 2014: 678) sowie der deutlich erhöhte Aufwand zum Schutz von Veranstaltungen, führen zu spürbaren Belastungen. Polizeipräsident Robert Kopp erklärt die nüchternen Zahlen: „In vielen Bereichen der polizeilichen Aufgabenbewältigung zeigen die gestiegene Terrorgefahr oder die Belastungen in Zusammenhang mit der Flüchtlingsthematik ihre Auswirkungen. Bei einem Vergleich der wesentlichen Fallzahlen stellt man jedoch fest: Der Schutzbereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, ist sicher! Dies ist nicht zuletzt der Verdienst unserer annähernd 3.000 Beschäftigten in den neun Landkreisen und der kreisfreien Stadt Rosenheim. Und nicht immer ist deren Engagement statistisch messbar, so bei den deutlich gesteigerten Präventivmaßnahmen im Rahmen von Großveranstaltungen. Deren Schutz hat angesichts anhaltender Terrorgefahren oberste Priorität“.

Im Jahr 2016 wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd 213.354 Straftaten erfasst – ein überproportionalen Anstieg um 116,9 % oder 115.008 Fälle. Dieser außergewöhnlich hohe Anstieg ist auf den Bereich der Verstöße gegen das Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetz im Zusammenhang mit der Migrationslage zurückzuführen. Denn rechtlich gesehen stellt jede Einreise ohne gültiges Visum – auch die eines Asylsuchenden – eine illegale Einreise in das Bundesgebiet und somit eine Straftat nach dem Aufenthaltsgesetz dar. Bereinigt man die Kriminalstatistik um diese Fälle, wurden im vergangenen Jahr 52.546 Straftaten (Vorjahr 48.408) verzeichnet. Das bedeutet einen Anstieg um 8,5 % der Gesamtkriminalität zum Vorjahr.

Der Blick auf unseren Landkreis 

2016 wurden im Landkreis Garmisch-Partenkirchen insgesamt 3.387 Straftaten in der um die ausländerrechtlichen Delikte bereinigten Kriminalstatistik registriert. Im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 140 Fälle (- 4,0 %). Gleichzeitig erhöhte sich die Aufklärungsquote um 1,4 % auf 62,2 %. Die Häufigkeitszahl (HZ), Gradmesser für die Kriminalitätsbelastung der Bevölkerung, beträgt im Landkreis 3.876 (PP Oberbayern Süd: 4.167; Bayern: 4.785) und fiel damit um 5,6 %. Im Bereich der Diebstahlsdelikte war ein Rückgang der Fahlzahlen um 5,7 % auf 972 Fälle festzustellen, wobei der Anteil der Ladendiebstähle um 38 % gesunken ist. Dem gegenüber steht eine Zunahme der Wohnungseinbrüche um drei Fälle (10,3%) auf 32 Delikte. Bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten gab es einen Zuwachs um 2,4 % auf 606 Fälle. Im Bereich der Straßenkriminalität war eine Abnahme von 706 auf 572 Fälle (-19,0 %) zu verzeichnen. Ein Anstieg von 78,1 % auf 130 Fälle war bei den Urkundenfälschungen zu verzeichnen. Diese hängen mit der irregulären Migration zusammen. Bei der Einreise ins Bundesgebiet fanden oftmals ge- oder verfälschte Dokumente Verwendung.

Im Bereich der Rohheitsdelikte wurde ein Anstieg um 68 auf 690 Fälle (+10,9 %) verzeichnet, wobei die Anzahl der gefährlichen und schweren Körperverletzungen um 15,2 % (89 Fälle) zurückging. Die Steigerung der Fallzahlen stand 2016 im Kontext mit vermehrten Einsätzen in Asylbewerberunterkünften. Bei den Zuwanderern wurden 116 Fälle in diesem Deliktbereich erfasst, wobei in 93 Fällen die Asylbewerberunterkunft als Tatort verzeichnet wurde. Der Deliktsbereich Rohheitsdelikte stellt mit 37 % (insgesamt 315 Fälle) zugleich den Schwerpunkt der begangen Straftaten durch Zuwanderer dar.

Von Ilka Trautmann

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Gaujugendfest am Sonntag
Gaujugendfest am Sonntag
Internationale Zusammenarbeit führte zum Erfolg
Internationale Zusammenarbeit führte zum Erfolg
Bürgerbegehren abgelehnt
Bürgerbegehren abgelehnt
Herz schlägt für den FC Bayern
Herz schlägt für den FC Bayern

Kommentare