Demonstration gegen Terror auf der ganzen Welt in Garmisch-Partenkirchen

"Es ist jeder willkommen"

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Garmisch-Partenkirchen hat zum G7-Gipfel gezeigt, dass friedliche Demonstranten willkommen sind.

GAP – Frieden auf der ganzen Welt, das wünschen wir uns in der heutigen Zeit wahrscheinlich mehr denn je. Die Terroranschläge in Brüssel, Frankreich und der Türkei lassen niemanden kalt und viele beschäftigen sich mit dem Thema. So auch die Garmisch-Partenkirchnerin Ilknur Cabir. Sie organisiert für Sonntag eine Demonstration gegen den Terror auf der ganzen Welt.

„Ich möchte alle, und ich betone es nochmal, alle Menschen zu unserer Demonstration einladen. Es ist vollkommen egal, woher sie kommen. Jeder ist willkommen. Ob Einheimische oder Menschen aus anderen Ländern - wir wünschen uns ja alle das Gleiche: Frieden“, erklärte Cabir auf Nachfrage des Kreisboten. Es werden um die 500 bis 600 Personen zu der Demonstration erwartet.

Positive Gespräche in konstruktiver Atmosphäre

Es gab ein Kooperationsgespräch mit Vertretern der Polizei, dem Markt Garmisch-Partenkirchen, dem Landratsamt und dem Veranstalter. Die Demonstration war beim Landratsamt angezeigt. „Nach den Gesprächen wurde dem Veranstalter eine Bestätigung über die ordnungsgemäße erfolgte Anzeige der Versammlung zugesandt“, erklärte Michael Kleissl von der Pressestelle des Landratsamtes. Die Polizei hat auch keine Erkenntnisse über konkrete Gefährdungen. Einvernehmlich verständigten sich die Teilnehmer auf den Streckenverlauf der Versammlung: Aufstellung und Start sind um ca 11 Uhr am Rathausplatz, dann läuft der Demonstrationszug über die Bahnhofstraße, Kundgebung gibt es zwischen dem Postgebäude und dem Bahnhof (Seiteneingang), weiter geht es auf der Bahnhofstraße über die Von-Brug-Straße zum Richard-Strauß-Platz, dort findet die Abschlusskundgebung, Ende gegen 15 Uhr, statt. Einigkeit bestand auch darüber, dass die Veranstalter Ordnungskräfte einsetzen werden. Notwendige Sperrungen von Straßen und Plätzen werden durch den Markt Garmisch-Partenkirchen im Zusammenwirken mit der Polizei veranlasst. Die Polizei wird die gesamte Versammlung begleiten. Die Veranstalter werden die üblichen Kundgebungsmittel wie Megaphon, Plakate, Fahnen, Sprechchöre und Reden einsetzen, erklärte die Pressestelle.

Keine Verbindung zu Demos in Großstädten

Auf Facebook wurde die Demonstration heftig diskutiert. Denn am 10. April soll es „Anti-PKK“-Demonstrationen in Berlin, Hamburg, Köln, München und vielen anderen Städten geben. „Davon distanziere ich mich ausdrücklich! Dazu gehören wir nicht! Wir demonstrieren gegen den Terror auf der ganzen Welt. Jeder ist willkommen und darf auch gerne seine Flagge mitbringen.“ Die Aufregung, für die ihre Demo im Vorfeld in den sozialen Netzwerken gesorgt hat, kann Ilknur Cabir gar nicht nachvollziehen. „Ich verstehe auch nicht, welches Problem die Leute mit der Demo haben. Mein Mann wurde von einer unterdrückten Nummer angerufen. Dann wurde ihm gesagt, er solle doch wieder in die Türkei zurückgehen. Das ist doch feige“,erzählte sie. Viele Anfeindungen musste sie sich gefallen lassen. Sie bot aber, wie sie erzählte, jedem ein persönliches Gespräch an. „Keiner hat es angenommen. Ich kann mir das nicht erklären.“

Von Alma Jazbec

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