Klimawandel und Overtourismus 

Die Antwort lautet Verkehrswende

Den Anwohnern der vom Durchgangsverkehr geplagten Gemeinden reicht es. Sie fordern nachhaltige Lösungen. Momentan tourt die Bürgerinitiative „Ausbremst is!“ durch die Region. Sie demonstriert für die Verkehrswende im Oberland.
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Den Anwohnern der vom Durchgangsverkehr geplagten Gemeinden reicht es. Sie fordern nachhaltige Lösungen. Momentan tourt die Bürgerinitiative „Ausbremst is!“ durch die Region. Sie demonstriert für die Verkehrswende im Oberland.

GAP – Wir brauchen den Tourismus und leiden unter seinen Folgen. Ein Dilemma, dem sich die Politik auf allen Ebenen stellen muss. Seit Jahrzehnten wird der zweigleisige Ausbau der Werdenfels Bahn gefordert. Ein Schritt, ohne den eine Verkehrswende in unserer Region nicht funktionieren kann. Lesen Sie unseren ausführlichen Artikel zu diesem Thema im aktuellen Kreisboten vom 26. August auf Seite 2. 

Unsere Region braucht den Tourismus. Das haben wir während des Lockdowns schmerzlich erfahren. Nicht nur die Hotels brauchen ihn, auch die vielen privaten Gastgeber. Natürlich auch die Gastronomiebetriebe: Bars, Res­taurants, Cafés und Berghütten. Die Freizeitbetriebe: Berg­bahnen, Schwimmbäder und Hochseilgärten. Der Einzelhandel, die Dienstleister, die Lieferanten und Logistiker. Noch lange sind hier nicht alle genannt. Sogar öffentliche Leistungen unserer Marktgemeinde werden vom Tourismus finanziert. Die Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG schüttet Gewinne an die Gemeindewerke aus. Gewinne, die es ohne die rund 1,5 Millionen Touristen, die jährlich auf die Berg­gipfel schweben, nicht gebe. Damit werden die roten Zahlen von den Gemeindebussen, dem Olympia Eissportzen­trum und dem Alp­spitz Wellenbad ausgeglichen. 

Doch unsere Re­gion leidet auch unter dem Tourismus. Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen wurde uns das schlagartig wieder bewusst. Die Problematik muss nicht ausführlich wiederholt werden, jeder kennt sie. Stau, Abgase, Park­chaos, Müll und Überfüllung. Folgen des Massentourismus, der in diesem Jahr besonders ausgeprägt ist. Die Politik steht vor dem Dilemma: Wie schafft sie den Spagat zwischen wirtschaftlichem Wachstum und der Lebensqualität der Menschen? Dabei geht es nicht nur darum, seine Ruhe an schönen Orten zu haben, sondern um so viel mehr: eine intakte Umwelt, weniger Treibhausgas-Emissionen, unsere Gesundheit. 

Die Frage lautet nicht: Wollen wir den Tourismus? Sondern: Wie können wir die negativen Folgen reduzieren? Und die Antwort drängt sich auf. Sie lautet Verkehrswende. Doch was wird von der Politik wirklich getan, um sie herbeizuführen? Wir haben recherchiert und nachgehakt. Lesen Sie den ausführ­lichen Artikel auf Seite 2 unserer heutigen Ausgabe,  auch als ePaper erhältlich. moc

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