Garmischer Ortsumfahrung soll Ende 2024 erfolgen 

Arbeiten zum Kramertunnel werden wieder aufgenommen - planmäßiger Baufortschritt bei den Loisachbrücken

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Gesamtansicht Baustellenbereich Loisachbrücken: Oben die westliche Brücke während der Betonage; mittig die Behelfsbrücke. Von der künftigen östlichen Brücke ist ein Fundament im Flussbett der Loisach deutlich erkennbar.

Das sind Nachrichten, auf die man lange gewartet hat: Die Arbeiten zum Kramertunnel werden zum Jahresende wieder aufgenommen. Der frühere Bundesverkehrsminister und jetzige CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt teilte mit, dass der Bau des Kramertunnels „in die finale Phase“ trete.

Bereits Anfang der Woche hat das Staatliche Bauamt Weilheim ein Tunnelbauunternehmen aus Innsbruck beauftragt. Das Bundesverkehrsministerium hat der Auftragsvergabe zugestimmt und die Finanzierung durch den Bund ist sichergestellt. „Dem Weiterbau und der Fertigstellung des Kramertunnels steht nichts mehr im Weg“, heißt es in der Pressemitteilung von Dobrindt. Der Tunnelanschlag soll im Frühjahr 2020 stattfinden; die Verkehrsfreigabe der Garmischer Ortsumfahrung soll Ende 2024 erfolgen.

Da passt es gut, dass auch der Bau der beiden Loi­sachbrücken südwestlich des künftigen Kramertunnels von Garmisch-Partenkirchen planmäßig vorankommt. Die Fertigstellung des Brückenduos ist bis Ende nächsten Jahres geplant. Denn vor und nach dem eigentlichen Tunnel stehen zahlreiche Straßen- und Brückenbauten an. Ein wesentlicher Baustein zur Erschließung der südwestlichen Strecke ist die Errichtung der beiden Brücken über die Loi­sach. „Die Trasse, die aus dem künftigen Kramertunnel herausführt, wird in einen Kreisel münden, der zum einen in Richtung Eibsee und Ehrwald und zum anderen Richtung Garmisch-Partenkirchen führt“, erklärt Bauleiterin Julia Mair vom Staatlichen Bauamt Weilheim. Die westliche der beiden Brücken ist der Zubringer zum Eibsee und nach Ehrwald, die östliche die Zufahrt zum Gewerbegebiet Grainau und nach Garmisch-Partenkirchen.

„Für die Betonage der westlichen Brücke kamen Anfang Juni an nur einem Tag 700 Kubikmeter Beton zum Einbau. Pro Betontrupp kümmerten sich fünf Personen um den Einbau und die Verdichtung“, erläutert Mair. Die Betonage der östlichen Brücke ist für Oktober 2019 geplant. Dies läuft ganz bewusst zeitversetzt, um das Material für die Schalung gleich ein weiteres Mal einsetzen zu können. Beide Bauwerke werden auf einem Traggerüst errichtet. Derzeit wird das Traggerüst von der westlichen Brücke abgebaut, um an der östlichen Brücke sogleich wieder aufgebaut zu werden. „Wir sind froh, das Maihochwasser gut überstanden zu haben. Auch die Verkehrsregelungen funktionieren inzwischen gut.“ Mair lobt auch die Zusammenarbeit mit den Bauunternehmen vor Ort. Beide Brückenbauwerke sollen Mitte 2020 fertig werden. tra

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