Zugang und Bestand an Arbeitsstellen liegt weit unter dem Niveau

Arbeitsmarkt bleibt angespannt

Arbeitsmarkt
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Der Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt, dass die Situation angespannt bleibt.

Region  – Mit einer Arbeitslosenquote von 3,9 % im Juni steht Bayern im bundesweiten Vergleich noch gut da. Dennoch: Die Corona-Krise wirkt sich merklich aus, die Lage für die Wirtschaft ist weiterhin sehr ernst und der Arbeitsmarkt bleibt angespannt.

Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit in unserer Region (Agenturbezirk Weilheim) hat sich im Juni im Vergleich zum Vormonat nur geringfügig verschlechtert. Die Zahl der Personen, die sich aufgrund von Entlassungen oder Aufgabe ihrer selbstständigen Erwerbstätigkeit arbeitslos gemeldet haben, geht gegenüber dem Vormonat Mai zurück (Zugang aus Erwerbstätigkeit -618 Personen), während die Beschäftigungsaufnahmen im Juni sichtlich zugenommen haben (Abgang in Erwerbstätigkeit +504 Personen). Eine Arbeitslosenquote von 3,4 Prozent wurde vor Corona im Agenturbezirk Weilheim letztmalig im Januar 2016 ermittelt. 

Die Entwicklung der Anzeigen für konjunkturelle Kurzarbeit lässt die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Arbeitsmarkt weiterhin erkennen, wobei in den letzten beiden Monaten ein bezogen auf die Anfangsmonate März und April vergleichsweise geringes Aufkommen an Anzeigen zu vermerken ist. Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich allerdings auf einem niedrigen Niveau. Im Juni 2020 wurden 756 Arbeitsstellen neu gemeldet, das sind 41,5 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Entwicklung des Bestands an Arbeitsstellen verschlechterte sich ebenfalls, dieser lag im Juni um 1.552 oder 27,2 Prozent unter dem Vorjahr. 

Situation im Landkreis

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist die Arbeitslosigkeit im Juni um 276 auf 1.927 Personen gesunken. Die Arbeitslosenquote betrug im vergangenen Monat 4,1% (4,7% im Mai 2020), vor einem Jahr stand diese bei 2,2%. Dabei meldeten sich 338 Personen neu oder erneut arbeitslos. Damit waren 1.063 Männer und 864 Frauen ohne Beschäftigung. Gleichzeitig beendeten 609 Personen ihre Arbeitslosigkeit. An Arbeitsstellen wurde ein Zugang von 98 verzeichnet. Dies führt zu einem aktuellen Bestand von 675 Arbeitsstellen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. 

Ausbildungsmarkt: Telefonsprechstunde nutzen  

Trotz Krisenmodus startet das Ausbildungsjahr 2020 unverändert im September und es gilt, die unversorgten Jugendlichen mit zu besetzenden Ausbildungsplätzen zu versorgen. Aktuell sind im gesamten Agenturbezirk noch 1.204 Jungen und Mädchen auf der Suche nach dem passenden Ausbildungsplatz ab Herbst. Dem gegenüber stehen allerdings auch noch 1.444 als offen gemeldete Ausbildungsstellen. Die Jugendlichen finden in den meisten Branchen also immer noch eine sehr komfortable Situation am Ausbildungsstellenmarkt vor. Da die Umstände keine Beratung der Berufs- und Studienberater in den Schulen erlauben, startet die Agentur für Arbeit Weilheim ab 13. Juli bis 31. August eine Telefonsprechstunde, um die Jugendlichen und/oder ihre Eltern auf direktem Wege unterstützen zu können. Jeweils Montag bis Donnerstag, von 10 bis 14 Uhr, sind die Berufsberater/innen telefonisch erreichbar, geben Tipps und beantworten Fragen rund um die berufliche Zukunft - alles unter der speziell eingerichteten Telefonnummer 0881 991-250.     tra

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