Keine Befunde im Jahr 2018 – Monitoringmaßnahmen halten an

Der asiatische Laubholzbockkäfer unter Beobachtung im Befallsgebiet Murnau

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Kleiner Käfer mit großer Wirkung: Die Befürchtung vor dem erneuten Befall durch den asiatischen Laubholzbockkäfer sorgt für anhaltende Monitoringmaßnahmen im Befallsgebiet Murnau.

Im Jahr 2018 gab es im ALB-Befallsgebiet Murnau weder einen Käferfund noch konnten Befallsmerkmale des Asiatischen Laubholzbockkäfers (ALB) festgestellt werden. Seit Februar 2019 ist die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) mit einem Zweierteam in Murnau vor Ort: Klaus Köhler, als Gebietsbeauftragter, und Philipp Neumann, sein Stellvertreter, führen die intensiven Maßnahmen gegen den ALB weiter. Die Regelungen der Allgemeinverfügung gelten, mit einer geringfügigen Anpassung der Quarantänezone in Richtung Norden, nach wie vor.

Sowohl die Schnittgutkontrollen als auch das Bodenmonitoring sowie die Pheromonfallen blieben 2018 ohne Befund. Ergänzt wurden die Maßnahmen durch die Pflanzung von Fangbäumen in der Befallszone, das Aufstellen der Schilder an den Grenzen der Quarantänezone, das Erstellen von Pflanzenpässen für die Verbringung von Hackschnitzeln und die Kontrolle der registrierten Betriebe, die den Pflanzenpass einsetzten. Tatsächlich kam es 2018 vereinzelt zu Ordnungswidrigkeiten und Verwarnungen, weil die in der Allgemeinverfügung festgelegten Regeln – vor allem in Bezug auf Brennholz – nicht eingehalten wurden. Nur eine konsequente Umsetzung aller Maßnahmen kann eine erfolgreiche Ausrottung des Schädlings gewährleisten. Alle Waldflächen wurden 2018 vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Weilheim ein- bis vier Mal durch Bodenmonitoring kontrolliert. Sowohl alle Kontrollen als auch die Pheromonfallen im Wald blieben ohne Befund.

Aktuell läuft in Murnau bis Ende März das Kronenmonitoring im 300 Meter-Bereich der Fokuszone. Zwei von der LfL beauftragte Kletterfirmen kontrollieren die dort vorhandenen Wirtsbäume auf ALB-Befallsmerkmale. Zudem erstellten die Mitarbeiter in der 300 bis 500 Meter-Fokuszone, ein vollständiges Baumkataster als Basis für das Kronenmonitoring im Frühjahr. Auch in der diesjährigen Flugsaison des Käfers, etwa von Juni bis Oktober, findet eine regelmäßige Kontrolle der Fangbäume und Pheromonfallen statt. Schnittgutkontrollen laufen über das gesamte Jahr. Des Weiteren ist in diesem Jahr ein sogenanntes Sammelmonitoring geplant. Dabei handelt es sich um ein großflächiges und mehrtägiges Bodenmonitoring, dass sowohl von mehreren LfL-Mitarbeiter- Innen als auch ALB-Spürhunden gleichzeitig durchgeführt wird. Im Waldbereich der Fokuszone werden im Moment die Waldbäume von einer vom AELF Weilheim beauftragten Kletterfirma untersucht. Weiterhin werden auch im Wald wieder Pheromonfallen aufgehängt. Schnittgutkontrollen und Bodenmonitoring werden ebenfalls ganzjährig auf allen Waldflächen durchgeführt.

Das ALB-Informationsangebot für BürgerInnen in der Quarantänezone Murnau wurde durch eine neue Broschüre erweitert, die online eingesehen werden kann (https://www.lfl.bayern.de/alb). Die LfL plant gemeinsam mit dem Markt Murnau eine Informationsveranstaltung zum Asia­tischen Laubholzbockkäfer im Kultur- und Tagungszentrum Murnau. Der Termin wird noch bekannt gegeben.  kb

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