Bund Naturschutz sieht Verletzung der Alpenkonvention

B2neu: Kritik am Auerbergtunnel wird laut

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Volle Straßen Richtung Partenkirchen. Das Projekt Auerbergtunnel mit Ausbau der B2neu stößt auf Kritik. Befürchtungen werden laut, dass der Verkehr nach Partenkirchen verlagert wird.

Für die einen eine gute Nachricht, für die anderen das falsche Signal: 108 Millionen Euro wurden vom Bund freigegeben. Die Mittel werden für Auerbergtunnel und den vierspurigen Ausbau der B2 zwischen Eschenlohe und Oberau bereit gestellt.  Das Projekt stößt vor allem bei Naturschützern auf Kritik.

Befürchtungen werden laut. Bürgermeisterin Sigrid Meierhofer zeigt sich besorgt. Bis zur Realisierung des Wanktunnels 2030 könne die Zufahrt nach Partenkirchen zum Nadelöhr werden. Nach Fertigstellung der Ortsumfahrung Oberau 2021 und des Kramertunnels 2024 werde der Verkehr nach Partenkirchen verlagert. Doch das ist nicht der einzige Kritikpunkt: "Die Bundesregierung akzeptiert damit das Fluten des Loisachtales mit noch mehr Autos, anstatt das Geld in eine klimaschonende Verkehrswende zu investieren", sagte der Landesvorsitzende des Bund Naturschutz (BN) Richard Mergner nach der Bekanntgabe der Geldfreigabe.

Alpenkonvention sieht Verlagerung auf Schienenverkehr vor
Der BN sieht in dieser Investition ein falsches Signal und verweist auf die Alpenkonvention, die von der Bundesregierung unterzeichnet wurde. Laut Axel Doering, dem Vorsitzenden der Kreisgruppe GAP, ist es "erschreckend, dass das Geld für Straßen zu Verfügung gestellt wird, aber für den dringend benötigten Ausbau des Schienenverkehrs nach Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und Reutte langfristig kein Cent eingeplant ist." Die Alpenkonvention sieht vor, Verkehrsbelastungen für Mensch, Tier und Natur im Alpenraum so gering wie möglich zu halten. Dies soll unter anderem durch die Verlagerung des Verkehrs auf das Schienennetz geschehen. tra

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