Zuständigkeiten neu geklärt

B2neu Auerbergtunnel: Baubeginn Anfang 2021 geplant

Ein Nadelöhr, das immer wieder zu Stau führt: Der einspurige Streckenabschnitt der B2 zwischen Autobahnende und Oberau. Mit dem Auerbergtunnel soll eine Verbindung zum Oberauer Tunnel ermöglicht werden.
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Ein Nadelöhr, das immer wieder zu Stau führt: Der einspurige Streckenabschnitt der B2 zwischen Autobahnende und Oberau. Mit dem Auerbergtunnel soll eine Verbindung zum im Bau befindlichen Oberauer Tunnel ermöglicht werden.

Oberau / Eschenlohe – Bis die volle Wirkung der großen Verkehrsprojekte in Garmisch-Partenkirchen und Umgebung spürbar ist, wird es noch eine ganze Weile dauern. Es handelt sich um ein riesiges Gesamtprojekt. Ein Teil davon ist der Auerbergtunnel. Er stellt die Verbindungsstrecke zwischen Autobahnende A95 und dem Oberauer Tunnel dar.

Wie Alexander Dobrindt, der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, bekannt gegeben hat, ist der Baubeginn am Südportal des Auerbergtunnels bereits für das kommende Jahr geplant. Der Tunnel ist ein Teil des Bauprojekts "B2neu" zwischen Eschenlohe und Oberau und soll den Verkehr auf diesem Streckenabschnitt deutlich entlasten. Zwischen den Beteiligten, dem Staatlichen Bauamt Weilheim und der Autobahndirektion Süd, sei jetzt die Projektzuständigkeit neu geklärt worden. Da die Autobahndirektion Sübayern zum 1. Januar 2021 in eine Autobahn GmbH übergeht, wechseln die Zuständigkeiten. Man sei sich aber einig, dass eine Fortführung des Projektes durch die Autobahn GmbH anzustreben ist. So solle es ohne Verzögerung weitergehen. Als erste bauliche Maßnahme ist laut Dobrindt geplant, den Voreinschnitt herzustellen, da die Bauarbeiten in diesem Bereich wesentlich einfacher durchzuführen sind, solange die Ortsumfahrung Oberau noch nicht in Betrieb ist. 

Als ehemaliger Verkehrsminister hat sich Alexander Dobrindt für die Verkehrsprojekte im Werdenfelser Land stark eingesetzt. Er erklärt, dass der Auerbergtunnel wesentlich zur Verkehrsentlastung in den Tälern des Landkreises beitrage. Das Projekt sei eine wichtige Ergänzung zu den Umfahrungsprojekten in Oberau und Garmisch-Partenkirchen. Dabei erwähnt er die aktuell in Bau befindlichen Tunnelprojekte Kramertunnel und Oberau Tunnel sowie den geplanten Wanktunnel. Auch finanziell solle es bei der Realisierung der B2neu zwischen Eschenlohe und Oberau mit dem Auerbergtunnel keine Probleme geben. Laut Dobrindt wurde der Verkehrshaushalt um 600 Millionen Euro aufgestockt. Alle Projekte mit Baureife würden auch umgesetzt. Die Verkehrs­entlastung in der Region werde als Gesamtprojekt gesehen. Die volle Wirkung werde erst dann spürbar, wenn alle Tunnel – und eben auch der Wanktunnel – fertig sind. moc

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