Gemeinderat genehmigt Mehrkosten

Außerplanmäßige Ausgaben der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen

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Optisch nicht schön, aber sicher: Die neue Felsvernetzung oberhalb der Pitznerhütte an der Partnachklamm.

Die starken Schneefälle im vergangenen Winter haben zu einigen außerplanmäßigen Mehrkosten für die Marktgemeinde geführt, die jüngst auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung standen.  

Zum einen betraf das den Winterdienst. Durch den langen, schneereichen Winter mussten im Bereich der Marktgemeinde vermehrt Fremdfirmen eingesetzt werden – und so schnellten die Kosten rasch in die Höhe. Rund 350.000 Euro wurden hier mehr ausgegeben als angesetzt (der Ansatz lag bei üblichen 155.000 Euro). Auch die Lagerbestände an Streusalz und Splitt sind aufgebraucht und mussten für die kommende Wintersaison aufgefüllt werden (ca. 80.000 Euro.) Zu Buche schlugen ferner Instandsetzungsmaßnahmen an den Wintergerätschaften (Pflüge), was zu weiteren 20.000 Euro Mehrkosten führte. 

Ein weiterer großer Posten bei den über- und außerplanmäßigen Ausgaben verursachte die Partnachklamm, die sich auf 100.000 Euro summieren. Die Fels- und Aufräumarbeiten gestalteten sich hier durch den strengen Winter und die anschließende Tauphase wesentlich aufwendiger. Zudem musste der Einstieg des alten Poststeigs wieder hergerichtet werden. Gegengerechnet mit einigen Einsparungen (Brückenunterhalt, Baum­pflege, Grünanlagen Friedhof) in Höhe von 120.000 Euro wurden einstimmig 425.000 Euro an überplanmäßigen Ausgaben im Verwaltungshaushalt des Bauhofes genehmigt.

Unmittelbar mit dem schweren Winter hat auch eine dringliche Anordnung zu tun, für die der Gemeinderat jetzt die Mittel in Höhe von 250.000 Euro für den Bereich Partnachklamm bereitstellte. Denn Frost- und Tauphasen hatten am Felsen oberhalb der Pitznerhütte für Schäden gesorgt. Der sehr brüchige Zustand wurde inzwischen mit einer Felsvernetzung gesichert. Nun sind die Besucherinnen und Besucher der Partnachklamm vor Steinschlägen aus der verwitterten und brüchigen Felswand geschützt. Nach dem strengen Winter 2018/ 2019 hatte der betreuende Geologe die Dringlichkeit dieser Arbeiten klar gemacht. Um Gefahr für Leib und Leben abzuwenden, hatte die Marktgemeinde die Arbeiten umgehend an eine Fachfirma vergeben. tra

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