Ausstellung der Extraklasse lockte zur Eröffnung illustre Gäste nach Murnau

Dr. Brigitte Salmen (re.) und Dr. Michael Rapp (Bildmitte) konnten zur Ausstellungseröffnung Horst Köhler mit Gattin Eva-Luise und den japanischen Botschafter Dr. Takahiro Shinyo mit seiner Gattin Yuko begrüßen. Foto: Günter Bitala

Die Gründungsleiterin des Murnauer Schlossmuseums, Dr. Brigitte Salmen, geht Ende Juli in den Ruhestand. Sie verabschiedet sich mit einer Ausstellung der Extraklasse: „Vor mehr als zwei Jahren erhielt das Schlossmuseum Murnau zahlreiche japanische Zeichnungen, Holzschnitte und illustrierte Bücher aus der ehemaligen Sammlung von Franz Marc.“ Zum ersten Mal ist dieser bislang unbekannte Schatz jetzt in der Öffentlichkeit zu sehen; Brigitte Salmen: „Mit diesem spektakulären Fund können wir den Einfluss der japanischen Kunst auf den Künstlerkreis des Blauen Reiters zeigen. Auch Wassily Kandinsky, August Macke, Alexej Jawlensky und Marianne von Werefkin sammelten japanische Kunst.“ Die Sonderausstellung im Schlossmuseum dauert bis zum 6. November.

Mit 199 Exponaten und 300, zum Teil prominenten Persönlichkeiten, „bot Dr. Brigitte Salmen noch einmal alles auf, was Rang und Namen hat“, freute sich Dr. Michael Rapp. So war die Liste jener Gäste aus Gesellschaft, Wirtschaft und Politik außergewöhnlich lang, die der Bürgermeister namentlich begrüßte, darunter den Vorstandsvorsitzenden der Privatstiftung Schlossmuseum Murnau, Prof. Hans-Peter Keitel und Abt Barnabas Bögle aus dem Kloster Ettal. Selbst der frühere Bundespräsident Prof. Horst Köhler ließ es sich mit seiner Gattin Eva-Luise nicht nehmen, ins vollbesetzte Kultur- und Tagungszentrum zu kommen – es war der zweite Besuch des Ehepaares Köhler im Schlossmuseum: Im Sommer 2008 eröffnete Horst Köhler als Bundespräsident, eine Ausstellung – dieses Mal war es ein privater Abstecher nach Murnau. Weil sich die aktuelle Ausstellung um das Thema „Die Maler des Blauen Reiter und Japan“ dreht, reiste auch der japanische Botschafter Dr. Takahiro Shinyo mit seiner Gattin Yuko aus Berlin an. Michael Rapp drückte dem Botschafter Glückwünsche zur Frauen-Fußballweltmeisterschaft und das Mitgefühl der Murnauer Bürger anlässlich der Erdbebenkatastrophe aus – in japanischer Sprache. Exzellenz Shinyo beteuerte, jedes Wort verstanden zu haben, und stellte die japanisch-europäische Zusammenarbeit in den Mittelpunkt seines Grußwortes. Die Auf- nahme diplomatischer Beziehungen zwischen Japan und Deutschland vor genau 150 Jahren seien dabei ein Meilenstein gewesen.

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