"Fußballgott" Bastian Schweinsteiger besucht FCB-Fanclub "Die Roten im Werdenfelser Land"

Einen Weltmeister hautnah erlebt

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Maxi Lindebner und Thomas Wiesjahn, der Nachwuchs vom Partenkirchner Trachtenverein, plattelten dem Wetlmeister etwas vor. Begeistert klatschte er mit.

GAP – Sehr viel Mühe zum rot-weiß-blauen Detail machte sich der FC Bayern-Fanclub „Die Roten vom Werdenfelser Land“. Sie kleideten den Saal im Werdenfelser Hof in eine FC-Bayern-Stube um, denn ein Weltmeister und FC-Bayern Spieler gab sich die Ehre, sie zu besuchen: Bastian Schweinsteiger war am Samstag gekommen und bescherte den über 100 anwesenden Fans einen unvergesslichen und spannenden Tag.

„Baaaaastian Schweinsteigerrrr - Fußballgott“ - wurde der 30-Jährige von seinen Fans feierlich begrüßt. Durch ein Meer von Fahnen, Schals, Trikots und Ballons, natürlich in rot-weiß, lief der Weltmeister vor zum Podium, wo er von den Vorsitzenden Dennis Krinninger und Sebastian Bartsack herzlichst begrüßt wurde. Etwas früher als geplant stieg er aus seinem schwarzen Audi – und alle Kameras waren auf ihn gerichtet. Ein Kurzinterview gab er dem TV Sender Sky noch, aber dann nahm er sich nur noch Zeit für seine Fans. „Es ist immer schön, Zeit mit ihnen zu verbringen“, sagte er. Moderator Wolfi Hostmann stellte die Fragen, die allen Fans unter den Nägeln brannten (Seite 2.) Über seinen aktuellen Beziehungsstatus wollte sich der Fußballer allerdings nicht äußern – und darum ging es ja auch nicht an diesem besonderen Tag.

Eine traditionelle, bayerische Tanzeinlage gab es von zwei Nachwuchsplattlern des Partenkirchner Trachtenvereins. Begeistert schaute der siebenfache deutsche Meister zu. Auf die Frage, ob er denn mitmachen wolle, sorgte er mit seiner Antwort für großes Gelächter im Saal: „Ähm, ich habe da ja etwas an meinem Sprunggelenk.“ Groß war der Ansturm, als Bastian Schweinsteiger Autogramme gab. Jeder wollte eine Widmung vom deutschen Fußballer des Jahres haben. Gläser, Lederhosen und natürlich Trikots trugen am Ende die Unterschrift von Bastian Schweinsteiger. In strahlende Gesichter blickte er, nachdem sich der Fußballprofi noch geduldig vor die Fotowand stellte, um sich mit seinen Fans ablichten zu lassen. Diesen Tag werden die „Roten vom Werdenfelser Land“ nicht so schnell vergessen.

Sympathischer Auftritt: Bastian Schweinsteiger spricht über seine Zukunft als Fußballer

Fußball- oder Skikarriere? Vor dieser Entscheidung stand Bastian Schweinsteiger einst. Für ihn war es damals eine Bauchentscheidung. „Ich hatte ein Angebot von Bayern vorliegen und dachte mir: Beim Skifahren muss man immer so früh aufstehen, und es ist oft ja auch so kalt“. Lässig und kontaktfreudig zeigte sich Schweinsteiger am Samstag beim Fantreff im Werdenfelser Hof. Viele Fragen hatten die Fans an ihr Idol, und sie wurden beantwortet.

Es gab sicherlich viele unvergessliche Momente im Leben von „Schweini“, wie seine Fans ihn liebevoll nennen. Über das Gefühl, ein Weltmeister zu sein, sagte er: „Irgendwie ist es nicht anders als vorher. Wir sind die gleichen geblieben. Aber es ist schon etwas besonderes, den Pokal in der Hand zu haben.“ Das 7:1 gegen Brasilien war ein Sieg, der bei vielen im Gedächtnis bleibt. Dazu meinte Schweinsteiger mit einem großen Grinsen: „Nach dem 4:0 hat man ja schon fast keine Lust mehr, nach vorne zu laufen und zu jubeln.“

Im August feierte der Mittelfeldspieler seinen 30. Geburtstag. An ein Ende seiner Karriere denkt er noch nicht. „Das ist kein Alter, bei dem du sagen musst, jetzt bin ich am Ende. Ich möchte noch drei, vier Jahre auf höchstem Niveau spielen.“

Über ein Leben nach dem Fußball denkt er allerdings schon ein wenig nach. „Ich schätze, man will dann erst einmal zur Ruhe kommen. Dass dann private Dinge an erster Stelle stehen und Dinge, die du bislang vermisst hast.“

Der Profi-Fußballer sprach auch über seine besten Fußball-Kollegen. Momentan ist Manuel Neuer sein Favorit. Als sein Kollege nicht zum Weltfußballer gewählt wurde, war er schon enttäuscht. „Aber für ihn ist es schwer. Er kann nicht auch noch 80 Tore schießen“, meinte er lächelnd.

Seine Verletzung an der Patellasehne hat Schweinsteiger gut überstanden und die Vorbereitungen für die nächsten Spiele laufen „sehr gut“. Er erinnert sich immer wieder an einen Satz, dem ihn sein Trainer in der B-Jugend, Stephan Beckenbauer, gesagt hatte: „Er hat mir geraten, in München zu bleiben und den steinigen Weg zu gehen.“

Überglücklich war der Vorsitzende Dennis Krinninger, der Schweinsteiger die Urkunde als Ehrenmitglied des Vereins überreichte. „Es war super, dass der Bastian gekommen war. Er ist sehr sympathisch und lustig. Die Organisation war zwar sehr stressig, aber wir möchten uns noch einmal für einen Fanbesuch bewerben.“

Von Alma Jazbec

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