GaPa Tourismus will von den Einwohnern der Marktgemeinde wissen, welche Erwartungen sie persönlich haben

Befragung zur Tourismusakzeptanz in Garmisch-Partenkirchen

Fußgängerzone
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Auch eine belebte Fußgängerzone macht deutlich, dass Garmisch-Partenkirchen vom Tourismus lebt: Weit über 300 Millionen Euro erwirtschaftet die Branche jedes Jahr. Nicht nur Hotels, Gaststätten, Freizeiteinrichtungen und der Einzelhandel profitieren davon, sondern weitere Betriebe wie etwa Lieferanten, Kapitalgeber oder auch das Baugewerbe. Unzählige Arbeitsplätze in Unternehmen aller Wertschöpfungsstufen sind damit verknüpft.

GAP – Das verspricht spannend zu werden: Die GaPa Tourismus GmbH fragt die Bürger*innen von Garmisch-Partenkirchen, inwieweit sie der Tourismusausrichtung in ihrem Wohnort zustimmen. Sind genügend Touristen da, sollen da noch mehr kommen? Passt das Verhältnis?

Natürlich ist die Befragung – die online etwa eine Viertelstunde dauert, aber auch mittels gedrucktem Fragebogen möglich ist – nicht ganz so simpel abgefasst und geht auf viele Facetten ein, die letztlich ein Stimmungsbild wiedergeben sollen. Darüber hinaus soll die Umfrage ein Meinungsbild über aktuelle touristische Zukunftsprojekte und -themen erfassen. Und so spielt auch die „Standortentwicklungsplanung GaPa 2030“ mit dem Kernthema Kongresshaus eine Rolle.

Michael Gerber, der Geschäftsführer von GaPa Tourismus, stellt klar: „Die Umfrage zur Tourismusakzeptanz in der Bevölkerung wollten wir sowieso machen. Angesichts der aktuellen Diskussion zum Kongresshaus haben wir unsere Befragung um diesen weiteren Themenblock ganz aktuell ergänzen können. Im Kern geht es darum, wie sich Garmisch-Partenkirchen weiterentwickeln soll. Und das kann nicht losgelöst von den Bürgerinnen und Bürgern beantwortet werden.“ Die Ergebnisse der Umfrage werden deshalb zugleich der Beginn des Bürgerbeteiligungsverfahrens rund um die Standortentwicklungsplanung GaPa 2030 sein.

Welche Erwartungen haben die Einwohner*innen an den Tourismus ganz persönlich? Trägt er dazu bei, dass die Infrastruktur modernisiert wird? Können die Bürger*innen der Marktgemeinde auch belastende Auswirkungen des Tourismus feststellen? Gerade bei dieser letzten Frage ist allerdings kein Bezug zum abweichenden Corona-Jahr erwünscht, hatte doch der Sommer 2020 mit seinem überbordenden Tagestourismus für hitzige Diskussionen gesorgt. „Wir bitten darum, dass die Einschätzungen auf ein normales Tourismusjahr bezogen werden“, macht Gerber an dieser Stelle deutlich.

Camilla Teichmann, Produkt- und Destinationsentwicklung bei GaPa Tourismus, versichert, dass das Ergebnis Eingang in die strategische Arbeit finden wird. Wie sie hofft auch Geschäftsführer Gerber auf einen starken Rücklauf, denn Ziel der Befragung ist es zum einen, ein repräsentatives Stimmungsbild über die Tourismusakzeptanz der Bevölkerung in Garmisch-Partenkirchen zu gewinnen, als auch den Grad der Identifikation mit den Werten von Garmisch-Partenkirchen als Marke festzustellen. Die Auswertung der Umfrage soll Mitte Mai vorliegen.

Die Befragung erfolgt online auf der Homepage www.gapa2030.com. Auf telefonische Anfrage erhalten Interessenten auch die Print-Version des Fragebogens mit einem frankierten Rückumschlag von der Tourist-Info (Telefon 0 88 21/1 80 77 24) oder vom Rathaus (0 88 21/91 00) zugesandt. Die ausgefüllten Unterlagen können dann per Post bei GaPa Tourismus eingereicht werden. tra

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