Begeistertes Fazit, nur die Medaillenausbeute hätte besser sein können

Zum Glück hat Maria Riesch zwei Bronzemedaillen geholt. Foto: Thomas Sehr

Die „Festspiele im Schnee“ sind am Wochenende zu Ende gegangen. Wenn auch der sportliche Erfolg hinter den Erwartungen der Deutschen zurückblieb – die Organisation des Großereignisses war weltmeisterlich.

Die Einsatzkräfte haben eine zufriedene Bilanz gezogen, ein großes Lob sprach man den vielen friedlichen Besuchern aus sowie der einheimischen Bevölkerung, die mit Gelassenheit auf den Ansturm reagierte. „Ich habe versucht, kritische Punkte zu finden, bin aber nicht drauf gekommen“, lobte FIS-Präsident Gian Franco Kasper die Organisatoren der alpinen Ski-Weltmeisterschaften von Garmisch-Partenkirchen. Er hob dabei das „einmalige Publikum“ besonders hervor. Peter Fischer, Geschäftsführer des Organisationskomitees, konnte jetzt auch die offiziellen Zuschauerzahlen bekannt geben: „Zu den Rennen kamen knapp 130.000 Zuschauer. Unser Gesamtbudget im Bereich Ticket wurde damit um zehn Prozent überschritten. Im WM-Park waren weitere rund 50.000 Besucher. Das zeigt, dass sich Garmisch-Partenkirchen und die Region als WM-würdig erwiesen haben. Mein Dank geht deshalb an alle Besucher, die diese Weltmeisterschaften mitgetragen haben.“ Zwei Bronzemedaillen in der Abfahrt und im Super-G für Maria Riesch lautete die Ausbeute bei den Weltmeisterschaften, dem „tollen Erlebnis vor der eigenen Haustür“ (Riesch) für den Deutschen Skiverband. „Ohne Maria wäre das Thema WM gar nicht mehr tragbar gewesen. Sie hat letztendlich die Medaillen eingefahren und so gezeigt, dass deutsche Sportler ein gewisses Kämpfer-Image haben“, sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier, der sich mehr gewünscht hatte und daher „nicht besonders begeistert“ von der sportlichen WM-Bilanz war. Neben den beiden Riesch-Medaillen war der Verband mit einem vierten Platz im Slalom und einem fünften Rang im Riesentorlauf (Rebensburg) zumindest in Schlagweite. „Wir sind an unseren eigenen Vorgaben dran gewesen und gehen nicht mit einer Nullnummer nach Hause. Wir haben trotzdem eine gute Perspektive für die Zukunft“, meinte Maier zwei Jahre vor den nächsten Weltmeisterschaften im österreichischen Schladming. Dort hofft der Verband auf mehr gesundheitliches Glück.

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