Gute Wirtschaft

Belebung für Sommer erwartet

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Die Wirtschaft im Landkreis bleibt guter Stimmung. Allerdings beklagen Unternehmen den Fachkräftemangel inzwischen als größtes Risiko.

Landkreis – Die Wirtschaft im Landkreis bleibt guter Stimmung. Die Unternehmen sind mit ihrer aktuellen Geschäftslage überwiegend zufrieden: Rund jedes zweite bezeichnet in der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage seine Lage als „gut“ und weniger als jedes zehnte als „schlecht“. Die Rekordbewertungen zur Geschäftslage vom Jahresbeginn werden jedoch nicht wieder erreicht: Per Saldo sind die Urteile zur Geschäftslage von 54 auf 41 Punkte spürbar gesunken. Allerdings haben die Unternehmen ihre Erwartungen für die kommenden zwölf Monate angehoben.

Laut Peter Lingg, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Garmisch-Partenkirchen, liefen die Geschäfte damit solide, die Euphorie vom Jahresbeginn sei jedoch verflogen. Bayernweit bewegen sich die Bewertungen der Geschäftslage mit einem Saldo von 51 Punkten hingegen auf einem neuen Höchstniveau. 

Tourismus schlägt sich nieder 

Ein Grund für diesen Unterschied zu Garmisch-Partenkirchen könnte die größere Bedeutung des Tourismus für die Entwicklung des Landkreises als für Bayern insgesamt sein. Die verregneten Faschingsferien kombiniert mit dem nochmals späten Schnee könnten das Tourismusgeschäft belastet haben. Für die Sommermonate erwarten die Unternehmen jedoch wieder bessere Geschäfte: 25 Prozent rechnen mit einer Belebung und weniger als jeder zehnte Betrieb mit einer Eintrübung. Per Saldo steigen die Geschäftserwartungen von acht auf 17 Punkte. Trotzdem lassen die Unternehmer Vorsicht bei ihren Investitionen walten. Nur 27 Prozent möchten ihre Investitionstätigkeit ausweiten, sechs Prozent wollen sie reduzieren und 14 Prozent werden gar nicht investieren.

Auch bei den Einstellungen zögern die Unternehmen: 15 Prozent möchten neue Mitarbeiter einstellen, zwölf Prozent müssen Beschäftigung abbauen. Ein Grund für die Zurückhal tung könnte der Fachkräftemangel sein: Jedes zweite Unter-nehmen sieht darin ein Risiko. Wenn die Unternehmen nicht davon ausgehen, neues Personal zu finden, planen sie eher zurückhaltend. Die Wirtschaftspolitik wird von den Unternehmen am zweithäufigsten als Risiko genannt. Rund jeder zweite Betrieb betrachtet sie für die Geschäftsentwicklung als riskant. Neben den diskutierten Einschränkungen der Arbeitsmarktflexibilität wie beispielsweise der Abschaffung der sachgrundlosen Befristung dürfte auch die Energiepolitik für Verunsicherung sorgen: Stetig steigende Energiekosten sind gerade für den Tourismus ein enormer Kostenfaktor.

Von Kreisbote

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