Bergwacht birgt verstiegenen Bergsteiger unter widrigsten Bedingungen nach 18 Stunden am Jubiläumsgrat 

Einsatz am Jubiläumsgrat 

Bergwacht-Einsatz
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Der Einsatz am Dienstag war kein leichter. Nach 18 Stunden am Jubiläumsgrat konnte der verstiegene Bergsteiger geborgen werden.

GAP - Die Bergwacht Garmisch-Partenkirchen wurde am Dienstagabend von einem Bergsteiger alarmiert. Der Mann, der im Raum Stuttgart lebt, fand am Jubiläumsgrat den Weg nicht mehr. Nach mehreren Versuchen ihn zu lokalisieren, meldete er sich wieder mit der Meldung den Weg gefunden zu haben und keine Hilfe mehr zu benötigen. Gegen 06:30 am Mittwoch erfolgte der nächste Alarm. Der selbe Mann fand sich nun am Jubiläumsgrat nicht mehr zurecht und benötigte Hilfe.

Im Nebel machten sich zwei Bergretter auf den Weg. Vier weitere gingen ihnen mit Material hinterher. Der Verstiegene wurde an der Inneren Höllentalspitze aufgefunden. Zusammen mit ihm machten sich alle Bergretter zurück auf den Weg zur Zugspitze. Der Rückweg wurde aber von einem Gewitter inkl. Graupel und Neuschnee unterbrochen, welcher die Bergretter samt Patienten zu einem Biwak unterhalb des Grates zwang. Da sich der Zustand des Mannes während des Biwaks verschlechterte, wurden weitere Bergretter alarmiert. Sechs weitere Bergretter inkl. Bergwachtarzt machten sich ebenfalls gegen 14:30 Uhr auf den Weg zur Zugspitze um den Kameraden entgegenzugehen.

Parallel versuchte der Rettungshubschrauber RK-2 nach dem Gewitter zur Einsatzstelle am Jubiläumsgrat durchzukommen. Leider konnte er aufgrund des dichten Nebels nicht dorthin gelangen. Glücklicherweise verbesserte sich der Zustand des Geborgenen so sehr, dass er mit Hilfe der Bergretter weiter selbstständig gehen konnte. Um 16:00 Uhr waren alle Bergretter wieder wohlauf in der Gipfelstation der Zugspitzbahn. Der Mann wurde wegen seines extrem schwachen Kreislaufs und möglichen Erfrierungen anschließend ins Klinikum Garmisch-Partenkirchen gebracht.  kb
 

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