Bergwachteinsatz an der Hohen Kisten

Felsrettung Bergwacht Bayern
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Die Bergretter seilten sich zu den Verstiegenen ab und konnten sie so aus dem schwierigen Gelände retten, ähnlich wie auf diesem Symbolbild.

Oberau - Einen komplizierten Bodeneinsatz führten die Einsatzkräfte der Bergwachten Oberau und Weilheim am gestrigen Sonntag, 20. September, an der Hohen Kisten durch. Zwei Wanderer hatten sich verstiegen. Der Einsatzleiter entschied sich schließlich gegen eine Luftrettung.

Gegen Mittag wurde die Bergwacht alamiert. Zwei Personen hatten sich etwa 200 Höhenmeter unterhalb der Hohen Kisten im Bereich des Pustertalkares verstiegen und waren in steiles Schrofengelände geraten. Es war ihnen nicht mehr möglich, ohne Hilfe abzusteigen.

Da die Wanderer sich nicht in akuter Absturzgefahr befanden und unverletzt waren, entschied sich der Einsatzleiter für eine Bodenrettung ohne Luftunterstützung. Per GPS-Ortung wurde der genaue Standort bestimmt. Acht Einsatzkräfte der Bergwacht Oberau machten sich nach Auffahrt zur Kuhalm zu Fuß auf den Weg. Drei weitere Kameraden der Bergwacht Weilheim, welche am Wochenende an der Weilheimer Hütte stationiert sind, konnten die Verstiegenen rasch finden. Es wurde ein Seilgeländer eingerichtet, daraufhin seilten sich die Retter etwa 50 Meter zu den Verstiegenen ab. Im brüchigen Fels mussten erst noch einige Sicherungshaken gebohrt werden.

Wieder auf dem Steig angekommen, konnten die geretteten Wanderer zum Bergrettungsfahrzeug an der Kuhalm geführt und ins Tal gebracht werden. Der Einsatz war nach circa vier Stunden beendet. (kb)

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