Alpine Erfahrung, Respekt vor der Natur und Kameradschaft 

Bergwachtjugend Unterammergau gewinnt Bürgerpreis

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Der 1. Preis des Landtagspreises ging an die Bergwachtjugend Unterammergau.

Die Freude über die Auszeichnung war groß, nun können endlich Kletterausrüstung, Skitourenausrüstungen und die langersehnten Jacken angeschafft werden. Seit dem Jahr 2000 gibt es bei der Bergwacht Unterammergau die Jugendgruppe, in der Jugendliche als Nachwuchs für die Bergwacht gewonnen werden. Nun wurden die hilfsbereiten und lernbegierigen Nachwuchsbergwachtler  mit dem ersten Platz des Bürgerpreises vom Landtag ausgezeichnet.

Landtagspräsidentin Ilse Aigner liegt der Zusammenhalt der Gesellschaft am Herzen. Mit Blick auf den Bürgerpreis des Bayerischen Landtages stellte sie bei einer Feierstunde in München fest: „Der Zusammenhalt wächst dort, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Und unsere Rettungsdienste sind dafür ganz klar Paradebeispiele!“ Aigner zeigte sich erfreut von den vielen Ansätzen, Nachwuchs für Rettungskräfte zu gewinnen. Unter 85 Bewerbern hatte die Jury insgesamt sechs Preisträger ausgezeichnet.

Den 1. Preis, der mit einem stolzen Preisgeld von 15.000 Euro dotiert ist, erhielt die Bergwachtjugendgruppe Unterammergau. Die Jugendlichen sollen für alle Facetten der Bergwacht begeistert und für den Naturschutz sensibilisiert werden. Jährlich finden 12  bis 15 verschiedene Veranstaltungen mit durchschnittlich 13 Kindern und Jugendlichen statt. Ausgangspunkt für die Gründung einer Bergwachtjugendgruppe waren große Nachwuchssorgen in den Jahren zuvor. Aus versicherungstechnischen Gründen kann der Nachwuchs erst mit 16 Jahren der Bergwacht beitreten. „Dann ist es aber oft zu spät – in diesem Alter sind die Unterammergauer Jugendlichen meist in verschiedensten Organisationen engagiert. Für die Bergwacht bleibt da keine Zeit mehr“, erläutert Alex Thurner, Jugendleiterin der Bergwacht Unterammergau. 

Ein großer Lichtblick sei deshalb die Möglichkeit, die Heranwachsenden über das Jugendrotkreuz zu versichern. In der Hauptversammlung im Jahr 2000 fiel dann der Entschluss, eine Jugendgruppe zu gründen, mit dem Ziel, Jugendliche für den Dienst in der Bergwacht zu begeistern. Dazu werden ihnen Grundkenntnisse in Erster Hilfe, Klettern, Skifahren und Bergsteigen vermittelt. Technik, Ausrüstung, Lawinenkunde, richtiges Verhalten und Erkennen von Gefahren im Gebirge gehören genauso dazu, wie das Gefühl für die Natur und Kameradschaft. Bei all dem kommt natürlich auch der Spaß nicht zu kurz. Die monatlichen Treffen berücksichtigen die Lebenswirklichkeit der Jugendlichen: Da sie bereits schulisch und privat viele Termine haben, wurde ein Rhythmus gesucht, der den Jugendlichen entgegenkommt. Viele ehemalige Jung-Bergwachtler sind mittlerweile in leitender Funktion in der Gruppe. tra

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