Im Einsatz für Schutzwald und Artenvielfalt

Bergwaldprojekt im Forstbetrieb Oberammergau

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Bei den Arbeitseinsätzen ist auch Kraft gefragt. Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich ca. 2.500 Teilnehmenden.

Vom 26. Mai und noch bis 8. Juni ist das Bergwaldprojekt e.V. erneut beim Forstbetrieb Oberammergau im Einsatz. In zwei Wochen führen ca. 20 ehrenamtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland in den Wäldern des Forstbetriebs verschiedene Arbeiten durch. Ziel ist es, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmenden für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren.

Unter Anleitung der Projektförster Sebastian Hiekisch und Hendrik von Riewel vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Revierleiter Hubert Tischer und Bernd Waxmann vom Forstbetrieb Oberammergau, Bayerische Staatsforsten, bauten die Freiwilligen im Revier Linderhof in der ersten Woche einen Steig auf einer Schutzwaldsanierungsfläche, pflegten ein Birkwildbiotop, indem sie geeignete Habitatsstrukturen schaffen, und bauten einen nicht mehr benötigten Wildschutzzaun ab. In der zweiten Woche in Steingaden pflegen die Ehrenamtlichen einen Moorwald, um den Verdunstungseinfluss, den die dort ansässigen Fichten haben, zu reduzieren und Laubweichhölzer zu fördern, was wiederum dem Biber zugute kommt. Neben der praktischen Arbeit ist auch je eine Exkursion in den Wochen vorgesehen, um die dynamischen Abläufe innerhalb des Waldes näher zu beleuchten und die vielfältigen Aspekte dieses Ökosystems, nicht nur für den Menschen, besser zu verstehen.

Ein wichtiges Anliegen dieses Einsatzes ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit zu vermitteln: „Wir pflegen unsere Wälder nachhaltig für kommende Generationen“, so Nikolaus Stöger, Leiter des Forstbetriebs Oberammergau, „In den Einsatzwochen lernen die Teilnehmenden aktiv die wichtigen Schutzfunktionen des faszinierenden Waldes und seine Artenvielfalt kennen und leisten gemeinsam einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt.“ Sebastian Hiekisch vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: „Aufgrund der Erfahrungen in den Projektwochen entwickeln die Ehrenamtlichen oftmals neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Dies bestärkt sie darin, auch ihren eigenen Alltag umweltverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie tragen somit zum dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.“kb

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