Bergwaldprojekt im Forstbetrieb Oberammergau wurde fortgesetzt

Im Einsatz für den Schutzwald

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Gemeinsam im Einsatz für Schutzwald und Artenvielfalt: In zwei Wochen fand auch in diesem Jahr das Bergwaldprojekt e.V. beim Forstbetrieb Oberammergau statt.

Oberammergau – Vom 27. Mai bis 9. Juni ist das Bergwaldprojekt e.V. erneut beim Forstbetrieb Oberammergau des Unternehmens Bayerische Staatsforsten im Einsatz gewesen.

Je Woche führten ca. 20 ehrenamtliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland, darunter in der ersten Woche sechs geflüchtete Menschen, in den Wäldern des Forstbetriebs verschiedene Arbeiten durch. Ziele der Projektwochen sind, die ökologische Situation am Projektstandort zu verbessern und die Teilnehmer auch über die Einsatzwochen hinaus für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen zu sensibilisieren. Unter Anleitung der Projektförster Sebastian Hiekisch und Hendrik von Riewel vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie der Revierleiter Hubert Tischer und Bernd Waxmann vom Forstbetrieb Oberammergau, Bayerische Staatsforsten, führten die Freiwilligen im Revier Linderhof in der ersten Woche Borkenkäferbekämpfungsmaßnahmen durch, indem sie Fichten, die bei einem Sturmwurf entwurzelt wurden, schälten. Ferner bauten sie einen Steig auf einer Schutzwaldsanierungsfläche, pflegten ein Birkwildbiotop, indem sie geeignete Habitatsstrukturen schufen und bauten einen nicht mehr benötigten Wildschutzzaun ab. In der zweiten Woche in Steingaden pflegten die Ehrenamtlichen einen Moorwald, um den Verdunstungseinfluss, den die Bäume haben, zu reduzieren und Laubweichhölzer zu fördern, was wiederum dem Biber zugute kommt.

Neben der praktischen Arbeit war auch je eine Exkursion in den Wochen vorgesehen, um die dynamischen Abläufe innerhalb des Waldes näher zu beleuchten und die vielfältigen Aspekte dieses Ökosystems, nicht nur für den Menschen, besser zu verstehen.

Ein wichtiges Anliegen dieses Einsatzes ist es, den Gedanken der Nachhaltigkeit auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln: „Wir pflegen unsere Wälder nachhaltig für kommende Generationen“, so Nikolaus Stöger, Leiter des Forstbetriebs Oberammergau. „In den Einsatzwochen lernen die Teilnehmenden, die mit verschiedenen Voraussetzungen zu uns kommen, aktiv die wichtigen Schutzfunktionen des faszinierenden Waldes und seine Artenvielfalt kennen und leisten gemeinsam einen persönlichen Beitrag zu dessen Erhalt.“ Sebastian Hiekisch vom Bergwaldprojekt e.V. fügt hinzu: „Aufgrund der Erfahrungen in den Projektwochen entwickeln die Ehrenamtlichen oftmals neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Dies bestärkt sie darin, auch ihren eigenen Alltag umweltverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie tragen somit zum dringend notwendigen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.“

Ziele des deutschlandweiten Bergwaldprojekts

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg führt allein in Deutschland jedes Jahr mit über 2.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern Freiwilligenwochen durch. 2018 finden 102 Projektwochen an 46 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt.

Ziel der Arbeitseinsätze ist es, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen.

von Kreisbote

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