Umweltforschungsstation Schneefernerhaus

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier zu Besuch auf der Zugspitze

Mit Maske und Corona-Abstand: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier trägt sich in das Gästebuch des Schneefernerhauses ein. Flankiert von CSU-Landesgruppenchef im Bundestag Alexander Dobrindt (links) und Landtagsabgeordnetem Harald Kühn (rechts).
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Mit Maske und Corona-Abstand: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier trägt sich in das Gästebuch des Schneefernerhauses ein. Flankiert von CSU-Landesgruppenchef im Bundestag Alexander Dobrindt (links) und Landtagsabgeordnetem Harald Kühn (rechts).

GAP – Wenn Peter Altmaier auf Sommerreise unterwegs ist, steuert er seine Ziele stets ohne große Entourage an. Meistens ist der Bundeswirtschaftsminister auf die Minute pünktlich, wenn nicht gerade ein Gewitter dazwischen funkt – wie jetzt beim Besuch des Schneefernerhauses auf der Zugspitze.

Als der CSU-Wahlkreisabgeordnete im Bundestag, Alexander Dobrindt, seinen CDU-Politfreund auf die Zugspitze einlud, strahlte Peter Altmaier übers ganze Gesicht. Oben am Berg gestand der Bundeswirtschaftsminister: „Die Klima- und Umweltforschungsstation Schneefernerhaus steht schon lange auf meiner Wunschliste. Nur ein Besuch hat sich bislang nicht so recht einplanen lassen.“ Vielleicht haben dabei die Bedenken von Altmaiers Mitarbeitern ein bisserl gebremst, die ihren Chef nicht so gerne ins Hochgebirge ziehen lassen wollten. „Wegen der vielen und steilen Treppen, die dort zu überwinden seien“, schmunzelt Altmaier: „Aber ich habe gesagt – wo Treppen sind, gibt es bestimmt einen Lift!“ 

Peter Altmaier kam aus Garching ins Werdenfelser Land, wo er das BMW-Forschungszentrum besichtigte. Im Murnauer Hotel „Alpenhof“ empfing ihn Alexander Dobrindt. Nach dem Mittagessen sollte es eigentlich gleich weiter nach Grainau gehen. Aber just in dem Moment, als die beiden Politiker losfahren wollten, tobte über dem Murnauer Moos ein heftiges Gewitter. Altmaier freut‘s: „Ich liebe Gewitter. Es ist faszinierend, die Blitze herab sausen zu sehen, vor allem wenn man das unterm trockenen Dach einer Terrasse erleben kann.“ Mit der kurzen Zwangspause war die Altmaier‘sche Pünktlichkeit nicht mehr ganz einzuhalten. 

Vom Eibsee aus sind die Medienvertreter mit der Seilbahn schon einmal vorgefahren. Mit Maske und Corona-Abstand. In der 120-Mann-Gondel ist viel Platz, wenn nur 20 Leute mitfahren. Im Konferenzsaal des Schneefernerhauses lagen derweil Butterbrezn zur nachmittäglichen Stärkung bereit. Kurze Zeit später war Peter Altmaier da, er erspähte seinen Teller: „Oh, ich liebe Butterbrezel! Die besten gibt es bei Euch in Bayern, weil ihr die Brezen aufschneidet und dick mit frischer Butter belegt. Bei uns im Saarland wird flüssige Butter in die Breze gespritzt. Wie das klingt, so schmeckt es auch.“ Dann erzählte der Minister von der Nachkriegszeit im Saarland, wo er 1958 das Licht der Welt erblickte. 

Altmaier erklärt Klimaneutralität bis 2050 zum Ziel

Die Begrüßung übernahm der neue Geschäftsführer der Betriebsgesellschaft Schneefernerhaus, Peter Marton. Prof. Michael Bittner und Dr. Till Rehm gaben einen kurzen Einblick in die wissenschaftliche Arbeit der Klima- und Umweltforschungsstation. Peter Altmaier stellte in seinem Statement eine Verbindung von Umwelt- und Wirtschaftspolitik her: „Wir haben bis zum Jahr 2050 die Klimaneutralität Deutschlands im Blick. Das funktioniert aber nur, wenn auch die Industrie mitmacht. Wir müssen Wege finden, wie wir Klimaschutz und wirtschaftlichen Erfolg verbinden.“ Der Bundeswirtschaftsminister verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, den Klimawandel so lange zu verlangsamen, bis man ihn wirksam stoppen kann. Außerdem kündigte Altmaier eine Zusammenarbeit seines Ministeriums mit dem Schneefernerhaus an; es geht dabei um die Nutzung von Drohnen bei der Klimaforschung.
Günter Bitala

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