Gedenkgottesdienst auf dem Hohen Brendten

Bewegende Rede von Staatssekretär Tauber am Tag der Gebirgssoldaten

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Staatssekretär Dr. Peter Tauber bei seiner Fest­rede.

Die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ beging zusammen mit dem Kameradenkreis der Gebirgstruppe am 6. Juni den vierten Tag der Gebirgssoldaten in Mittenwald. Auf dem Programm standen ein feierlicher Appell in der Luttensee-Kaserne, der ökumenische Gedenkgottesdienst am Ehrenmal der Gebirgstruppe auf dem Hohen Brendten sowie ein Kameradschaftsabend.

Der Tag der Gebirgssoldaten startete mit einem feierlichen Appell auf dem Gelände der Luttensee-Kaserne in Mittenwald. Neben den Abordnungen aller Verbände der Gebirgsjägerbrigade 23 und der Abordnung des Ausbildungsstützpunkts Gebirgs- und Winterkampf beteiligten sich auch zahlreiche Krieger-, Soldaten- und Reservistenkameradschaften mit ihren Fahnenabordnungen am Appell. Der Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, Brigadegeneral Jared Sembritzki, schritt die Front zusammen mit dem Mittenwalder Bürgermeister Adolf Hornsteiner sowie dem Standortältesten, Oberstleutnant Andreas Bockmann, ab. Bürgermeister Hornsteiner dankte den angetretenen Gebirgssoldaten in seiner Rede mit einem „Vergelt’s Gott“ für „8 760 Stunden Einsatz im Jahr weltweit rund um die Uhr“. Brigadegeneral Sembritzki stellte anschließend seine Rede unter das Motto „Zukunft der Gebirgsjägerbrigade 23“. Dabei ging er auf Personal, Material und vor allem auf Ausbildungs- und Übungs- sowie Einsatzschwerpunkte in Mali ein. „Das haben Sie gut gemacht, seien Sie stolz darauf. Die Gebirgstruppe braucht Sie“, wandte sich Brigadegeneral Sembritzki an die Absolventen der Lehrgänge zum Heeresbergführer und Heereshochgebirgsspezialisten, bevor er zusammen mit dem Präsidenten des Kameradenkreises der Gebirgstruppe, Oberst a.D. Hans Sahm, die Auszeichnung der Jahrgangsbesten vornahm. Als nächster Programmpunkt folgte um 14 Uhr der ökumenische Gedenkgottesdienst für die Gefallenen der Gebirgstruppe und aller Opfer von Krieg, Terror und Gewalt am Ehrenmal auf dem Hohen Brendten. 

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, Dr. Peter Tauber, betonte als diesjähriger Gastredner in seiner Ansprache: „Wir sind hier, um den Gefallenen und Toten der Weltkriege, den Gefallenen und Toten der Gebirgstruppe der Bundeswehr zu gedenken. (…) Denn nur die Erinnerung an Krieg und an das Leid, das ihn begleitet, macht uns klar, wie wertvoll der Friede ist.“ Dieser Friede müsse jeden Tag neu verteidigt werden. Dies verlange, dass Soldaten treu und tapfer dienen. „Die Gebirgsjäger der Bundeswehr tun das“, fuhr Dr. Tauber fort und wünschte den Soldaten der Gebirgstruppe „allzeit Soldatenglück und Gottes Segen.“ Auch Oberst a.D. Sahm unterstrich anschließend als Präsident des Kameradenkreises in seiner Rede, dass am Ehrenmal allen Opfern von Krieg, Terror und Gewalt gedacht werde. Zum Gottesdienst erschienen neben Mitgliedern des Kameradenkreises auch aktive und ehemalige Soldaten, Vertreter der Politik, Reservistenkameradschaften sowie Soldaten-, Krieger- und Veteranenvereine mit ihren Fahnenabordnungen. 

Erstmalig nahmen auch Kritiker des Arbeitskreises Angreifbare Traditionspflege am Gedenken teil. Zahlreiche Würdenträger und militärische Verbände legten vor dem Ehrenmal ihre Kränze nieder und zeigten somit ihre Verbundenheit mit den Gefallenen. Das Gebirgsmusikkorps der Bundeswehr unter der Leitung von Oberstleutnant Karl Kriner umrahmte beide Veranstaltungen musikalisch. Den Abschluss des Tages der Gebirgssoldaten bildete ein Kameradschaftsabend auf dem Gelände der Luttensee-Kaserne für aktive und ehemalige Gebirgssoldaten sowie geladene Gäste. Brigadegeneral Sembritzki bedankte sich bei Staatssekretär Dr. Tauber für seinen Besuch und überreichte ihm eine Bergmütze als Erinnerung. Der Parlamentarische Staatssekretär erwiderte den Dank mit den Worten: „Es ist mir eine große Freude und Ehre, heute bei Ihnen zu sein. (…) Sie können stolz auf sich sein!“ kb

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