Bilderbuchwetter beim Leonhardiritt am Sonntag

Die schönsten Impressionen vom Leonharditag in Unterammergau

Leonhardiritt Unterammergau
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Bilderbuchwetter herrschte beim Leonhardiritt in Unterammergau am Sonntag.
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Bilderbuchwetter herrschte beim Leonhardiritt in Unterammergau am Sonntag.

Herrlicher Herbsttag mit dem großartigen Panorama der Ammergauer-Berge, hügelige Wiesen. Dazu das Bimmeln der Kuhglocken. Wenn‘s nicht wahr wäre, müsste man das Bayernland erfinden. Der Mann im karierten Hemd japst nach Luft und lässt sich auf das Bankerl plumpsen – wo schon drei andere Wanderer erschöpft hocken: „Jessas ist das hoch!“ Die Leute sind zur Kappel gelaufen. Es ist Leonhardi-Tag in Unterammergau.

Weil es seit drei Jahren das erste Mal ist, dass die Pferde-Wallfahrt über die gesamte Strecke führt – also von der St.Nikolaus-Kirche in der Dorfmitte bis rauf zur Kappel-Kirche – konnten ungeübte Fußgänger leicht falsch einschätzen, wie gach der Anstieg ist. Vergangenen Sonntag strahlte die Sonne von einem leicht föhnigen Himmel. Gegen Zehn waren nur wenige Spaziergänger droben, viele stiegen weiter hoch zum Hörnle. Die meisten Passanten kamen eine halbe Stunde später, gemeinsam mit den Pferden, Reitern und Fuhrleuten zur Kappel rauf. Alle versammelten sich um den Freiluftaltar, die Kappel-Kirche wachte im Hintergrund über die Gläubigen. Zum Läuten der Kirchenglocken ging es Schlag auf Schlag. Zuerst die Vorreiter mit der Standarte der ‚Leonhardi-Gemeinschaft Unterammergau und Umgebung‘, dann der erste Trommlerzug und eine der vier Blaskapellen. Die anderen kamen im Verlauf der Prozession. Es folgte Kurat Alfons Ley in seiner Kutsche, dahinter Landrat Anton Speer sowie Unterammergaus Bürgermeister Michael Gansler. Zehn Bürgermeister saßen in weiteren Gespannen. Harald Kühn, der CSU-Landtagsabgeordnete, kletterte aus dem ‚Landauer‘ und lachte: „Was für ein herrlicher Tag. Wenn man bedenkt, wie wir hier schon gefroren haben. Ich bin begeistert!“

Sobald alle Pferde ihre Plätze gefunden hatten, so um die 130 werden es gewesen sein, zelebrierte Alfons Ley die Feldmesse. In seiner Predigt erzählte der Priester vom Leben des Leonhards. Groß stellte Ley die Nächstenliebe des Heiligen heraus, dann spannte er einen Bogen und sprach vom christlichen Glauben, als einen Glauben für das Lebens: Für die Ungeborenen, die Kinder, Erwachsenen und Senioren, auch für die Kranken und Schwachen. Besonders freute es Alfons Ley, dass in Unterammergau jetzt ein Seniorenheim gebaut wird, das auch Demenzkranke aufnimmt. In seinem Grußwort betonte Landrat Anton Speer, als Vorsitzender der Leonhardigemeinschaft, dass es vor 1500 Jahren Leonhards Lebenssinn war, seinen Mitmenschen beizustehen. Auch die Heutigen sind diesem Motto verpflichtet, betont Speer: „Es ist selbstverständlich, dass wir helfen, wo immer wir können. Wir geben Obdach, wenn jemand in seiner Not zu uns kommt.“ Aber eines sagte der Landrat ganz deutlich: „Wer unsere Hilfe in Anspruch nimmt, muss sich an unser Recht und unsere Gesetze halten. Die christlichen Werte achten.“

 Nach den Grußworten liefen Alfons Ley und Anton Speer durch die Reihen. Zwei Ministranten mit Weihwasser vorneweg. Der Landrat trug den Weihwasserkessel. Der Pfarrer segnete Ross und Reiter. Die Gruppe ließ sich auf ihrer Runde Zeit. Sie blieben immer wieder stehen, wechselten mit dem einoder anderen ein persönliches Wort. Man kennt sich seit Langem. Nach dem Gottesdienst ging es zurück ins Tal. Den steilen Berg runter, aufpassen jetzt, dass keines der Pferde rutscht. Unten an der Bundesstraße links rüber, Richtung Unterammergau. Polizeibeamte und Feuerwehrler hatten derweil die Straße gesperrt. Die Schlange der geduldig wartenden Autofahrer reichte im Norden bis Altenau, und auf der anderen Seite fast bis Oberammergau. In der Dorfmitte angekommen, stellten sich die Musikkapellen zum gemeinschaftlichen Chor zusammen. Dann wurde mit Würstl und Bier ausgiebig gefeiert. Günter Bitala

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